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Berufsfeuerwehrtag bei der Feuerwehr Widdern

Widdernvon Andrea Lustig, Feuerwehr Widdern

Am 27.09.2014 trafen wir uns mor­gens um 10 Uhr am Feu­er­wehr­ma­gazin in Wid­dern. Zuerst bezogen wir die Feld­betten für die kom­mende Nacht. Anschließen erklärten uns unsere Betreue­rinnen Fabi­enne und Saskia die Regeln für die nächsten 28 Stunden die wir gemeinsam ver­bringen wollten.

Danach gab es erstmal Theo­rie­un­ter­richt, wir hatten unser „Lieb­lings­thema“ Fahr­zeug­kunde. Während­dessen hörten wir den ersten Alarm, der aber zu Glück nur ein Pro­be­alarm war.

Nach Been­di­gung der Fahr­zeug­kunde kam der erste Ernst­fall, eine alte, ver­wirrte Dame (die Mutter unserer Betreuerin Ilka) war ver­schwunden und hatte sich am Sport­platz ver­laufen. Die Feu­er­wehr sollte sie jetzt suchen. Wir fanden sie an einer Hütte ober­halb der Stadt­halle wo sie Holz auf­setzte und uns weißmachen wollte, dass sie nicht sie gesuchte Dame wäre. Wir nahmen sie mit und überg­aben sie in ver­traute Hände. Nach der erfolg­rei­chen Suche kehrten wir ins Feu­er­wehr­ma­gazin zurück wo uns der nächste Unter­richt erwar­tete. Gesamt­wehr­kom­man­dant Wolf­gang Schlägel (unser Maschi­nist für einen Teil des Tages) erklärte uns die Ver­wen­dung der Hebe­kissen, die Bestand­teil der Ausrüstung des Tanklöschfahr­zeuges (TLF) sind.

Von der Suche nach der Dame und den vielen Erklärungen hatten wir Hunger, da kamen uns gerillte Würste, die unsere Köche, Ilkas Mann und ihr Bruder, für uns zube­reitet hatten und ganz fri­sche Brötchen von unserem hei­mi­schen Bäcker gerade recht.

Nach dem leckeren Mit­tag­essen kam der zweite Alarm. Wir mussten eine hilf­lose Katze von einem Baum retten. Nachdem wir erfolg­reich mit der Katze zurückge­kommen sind gab es den nächsten Unter­richt, Knoten üben.

Dann kam auch schon der dritte Alarm. Unsere Betreuerin Claudia spielte das Opfer bei einem Ver­kehrs­un­fall eines Autos mit einem Motorrad. Den ver­unglückten Motor­rad­fahrer Fabian, den Bruder unsres Betreuers Adrian, mussten wir mit unesrem gelernten Hilfs­mittel den Hebe­kissen von der Last seines Motor­rads befreien. Claudia wurde mit Hilfe des Spi­ne­boards aus ihrem Auto gerettet.

Anschließend hatten wir Frei­zeit in der wir Fußball und Karten spielten. Mitten im Spiel kam der vierte Alarm, das Ein­satz­stich­wort hieß „Höhen­si­che­rung“. In einem Wald war ein junger Mann von seinem Pferd in einen Abgrund gestürzt. Mit Hilfe des Höhen­si­che­rungs­satzes und den zuvor gelernten Knoten zogen wir den Mann in der Schleif­korb­trage nach oben und betreuten nebenbei noch seine auf­ge­regte Freundin, die Schwester unserer Betreuerin Fabi­enne. Hilfe hatten wir dabei von unseren Maschi­nisten dem Wid­derner Abtei­lungs­kom­man­danten Patrick Ehr­hardt und Fabi­ennes Freund Fer­di­nand sowie dem stell­ver­tre­tenden Wid­der­ener Abtei­lungs­kom­man­danten Peer Wöhrbach, der einer unserer Grup­penführer war und uns mit dem Höhen­si­che­rungs­satz geholfen hat.

Danach waren wir geschafft und hatten wieder einmal Hunger. Doch aus essen wurde nichts wir mussten noch wegen einer Ölspur auf dem Radweg Rich­tung Unterk­essach ausrücken. Diese war auf­grund unserer leeren Mägen schnell erle­digt und wir fuhren zurück zum Feu­er­wehr­ma­gazin wo es nun end­lich Essen gab, Chips und Chi­cken Nug­gets.

Nach dem Abend­essen haben wir gemeinsam einen Film geschaut. Mitten im Film kam der sechste Alarm, den wir wegen des Films fast überhört hätten. Das Ein­satz­stich­wort hieß „Baum auf Straße“. Auf einer Straße im Wald lagen zwei kleiner Bäume quer über der Straße, die Peer und die Brüder unsere Betreuerin Isa­bella dort plat­ziert hatten. Wir zersägten die Bäume mit Handsägen in klei­nere Teile und räumten sie aus dem Weg. Dann bauten wir unsere Straßenab­si­che­rung ab und wollten ins Feu­er­wehr­ma­gazin zurückfahren und den Film zu Ende schauen. Leider hat das nicht geklappt, 200 Meter weiter vorne lag der nächste Baum quer auf der Straße. Da der Baum viel dicker war als die beiden anderen erlöste uns unser Maschi­nist Patrick nach einer Weile und zersägte den Baum mit der Motorsäge. Dann durften wir end­lich zurück und den Film zu Ende schauen.

Anschließend war Bett­ruhe ange­sagt, die aber vom sie­benten Alarm, einem PKW Unfall auf der Auto­bahn unter­bro­chen wurde. Wir fuhren auf der Auto­bahn bis zur Aus­fahrt Möckmühl konnten aber keinen Unfall finden, dann kam die Mel­dung, dass es ein Fehl­alarm war. Sehr verärgert fuhren wir zurück und gingen wieder ins Bett.

Um kurz nach sieben Uhr mor­gens wurden wir wieder durch einen Alarm geweckt, die Brand­mel­de­an­lage im Senio­ren­heim hatte ausgelöst. Aber es war wieder nichts, schon wieder ein Fehl­alarm.

Zurück im Feu­er­wehr­ma­gazin gab es eine halbe Stunde Frühsport und anschließend end­lich Frühstück. Nach dem Frühstück hieß es Revier rei­nigen. Wir räumten unser Schlafsäcke und unsere Feld­betten zusammen. Dann wurde gekehrt und gewischt.

Um kurz nach elf Uhr kam der neunte Ein­satz, ein Flächen­brand. Auf dem Acker von Isa­bellas Eltern waren meh­rere Stroh­ballen in Brand geraten. Wir bauten dann einen drei­tei­ligen Lösch­an­griff mit Wasser aus dem Tank des TLF auf. Da der Acker in der Nähe der Jagst ist konnten wir aber nach einer Weile mit einer Saug­lei­tung, die wir zusammen mit unsere Maschi­nisten Horst, Marco und Fer­di­nand auf­ge­baut hatten, Wasser aus der Jagst zum Löschen nehmen. Nachdem das Feuer gelöscht war fuhren wir zurück. Am Feu­er­wehr­ma­gazin wurden dann die Fahr­zeuge innen und außen geputzt und der Tank wieder aufgefüllt. Als wir damit fertig waren gab es Mit­tag­essen, Spa­getti mit Toma­tensoße. Danach wurde noch der Rest geputzt und dann fuhren uns unsere Betreuer erschöpft nach Hause.

Somit ging wieder ein toller Berufs­feu­er­wehrtag zu Ende.

Damit der Berufs­feu­er­wehrtag so rei­bungslos und super abläuft bedarf es natürlich einige Helfer, ohne diese so ein Tag nicht machbar wäre.

Des­halb möchten wir, die Jugend­feu­er­wehr Wid­dern uns ganz herz­lich bei all unseren zahl­rei­chen Hel­fern, sei es Sta­tisten, Ein­satzpräparierer , Maschi­nisten, unser tolles Küchen­team oder auch das zur Verfügung stellen von Orten für Einsätze, bedanken. Somit vielen vielen Dank an euch alle, ihr wart spitze. Wir hoffen, dass wir noch einige solch tolle Berufs­feu­er­wehr­tage auf die Beine stellen können.

www.feuerwehr-widdern.de