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26 Jugendliche verbringen 24 Stunden im Magazin

Kirchardtvon Gabriele Schneider, HSt

Eine 24-Stunden-Übung, bei der die Mit­glieder der Jugend­ab­tei­lungen der Frei­wil­ligen Feu­er­wehren Kirchardt, Gem­mingen und Itt­lingen einen Tag wie bei der Berufs­feu­er­wehr erleben können, ist am Wochen­ende mit viel Spaß und Ein­satz über die Bühne gegangen.

Die Kirchardter Feu­er­wehr hat 2010 schon einen sol­chen Tag ange­boten. Jetzt schloss sie sich mit den Nach­barn zusammen. „Wir wollen mehr koope­rieren“, sagte Maxi­mi­lian Keller, Itt­lin­gens zweiter Jugend­wart, und auch zwi­schen Gem­mingen und Kirchardt gebe es derlei Gedanken.

26 Jungen und Mädchen zwi­schen neun und 17 Jahren nahmen das Angebot eines Tags „mit Einsätzen und Ablauf wie bei der Berufs­feu­er­wehr“ in Anspruch. Am Samstag um sieben Uhr trafen sich alle zu Frühstück und Schicht­ein­tei­lung. Mit Erste-Hilfe-Kurs, Fahr­zeug­kunde, Spiel, Sport und Küchen­dienst ver­flog die Zeit.

Doch auch Einsätze standen auf dem Pro­gramm. Und wirk­lich: Ein Holz­haus stand in Flammen. In je zwei Gruppen ret­teten die Nach­wuchs­feu­er­wehr­leute in Ber­wangen eine (Plüsch-)Katze vom Baum, in Gem­mingen mussten sie ein Auto so anheben, dass eine dar­unter lie­gende Person befreit werden konnte.

Eine Ölspur wurde besei­tigt. Wie das geht, wussten die Itt­linger Niklas Blatte und Morice Leyrer schon: „Man streut ein bestimmtes Mittel darauf, das saugt das Öl auf, und dann fegt man es weg.“

Bild: In Gem­mingen mussten die jungen Feu­er­wehr­leute ein Auto auf­schneiden, um eine darin ein­ge­klemmte Person zu retten. (Foto: Gabriele Schneider)

Bericht von der FF Itt­lingen und FF Kirchardt

An dem Wochen­ende vom 6. auf 7. Oktober ver­an­stal­tete die Jugend­feu­er­wehr Kirchardt, Gem­mingen und Itt­lingen einen 24 Stunden Berufs­feu­er­wehrtag. Dieser beinhal­tete ver­schie­dene Tätig­keiten und Einsätze aber auch Sport und Arbeits­dienste, wie sie auch bei einem Tages­ab­lauf der Berufs­feu­er­wehren üblich sind. Dienst­be­ginn mit einem aus­gie­bigen Frühstück war um 7 Uhr im Gerätehaus in Kirchardt. Die 26 Jugend­li­chen wurden in vier Löschgruppen ein­ge­teilt von denen jede ein eigenes Löschfahr­zeug hatte.

Die anschließende Gerätekunde wurde durch den ersten Ein­satz unter­bro­chen. Eine der Gruppen wurde zu einem Tier­ret­tungs - Ein­satz alar­miert, bei wel­chem eine Katze von einem Baum gerettet werden musste.

Kurz darauf folgte ein Ein­satz auf dem Ber­wanger Feldweg, dort war Kraft­stoff in Form von Rapsöl aus­ge­laufen. Die Jugend­li­chen mussten mit Hilfe von Öl-Bin­de­mittel den Kraft­stoff auf­nehmen.

Am Nach­mittag folgten dann Ver­kehrsunfälle in Gem­mingen. Hierbei bestand die Auf­gabe der Jugend­li­chen darin, dass sie einen fach­ge­rechten Zugang zu einer imaginären Person im Fahr­zeug­schaffen mussten. Doch bevor Schere und Spreizer ein­ge­setzt werden konnten, musste das Auto unter­baut und gesi­chert werden. Unterstützt wurden die Feu­er­wehr­lehr­linge von 3 aktiven Gem­minger Wehrmännern.

Am Abend gegen 19 Uhr folgte dann der größte unserer Einsätze. Ein Haus, in der Größe von 3 x 2 Metern und einer Höhe von fast drei Metern, brannte auf einem Itt­linger Schot­ter­platz gegenüber dem Haus an der Sägmühl, dazu wurde der kom­plette Löschzug alar­miert. Als die Jugend­feu­er­wehr ein­traf, stand die Hütte bereits im Voll­brand. Die Was­ser­ver­sor­gung wurde über einen nahe­ge­le­genen Hydrant und die Elsenz sicher­ge­stellt, somit konnten die Jugend­li­chen den Brand schnell unter Kon­trolle bringen.

Nach dem anstren­genden Brand­ein­satz konnten die Jugend­li­chen bei einem Film ent­spannen. Darauf folgte die Nacht­ruhe, welche durch einen Ein­satz mit dem Stich­wort Brand unklar unter­bro­chen wurde. In einer ein­ge­ne­belten Werk­statt mussten die Jugend­li­chen unter Atem­schutz einen Hin­ter­nis­par­cour absol­vieren.

Der Berufs­feu­er­wehrtag endete am Sonn­tag­morgen mit einem Frühstück und dem gemein­samen Aufräumen des Gerätehauses.