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24 Stunden in der Feuerwache

Neckarsulmvon Jens Köwilein, Feuerwehr Neckarsulm

Ein Gong ertönt in der Fahr­zeug­halle. Dann kommt die Durch­sage: "Ein­satz für den Rüstzug. Ver­kehrs­un­fall mit zwei betei­ligten Fahr­zeugen. Zwei Per­sonen ein­ge­klemmt." Kurz darauf rücken drei Feu­er­wehr­fahr­zeuge zur Unfall­stelle aus. Dort ange­kommen wird Mate­rial und hydrau­li­sches Werk­zeug bereit­ge­legt, damit sofort mit der Men­schen­ret­tung begonnen werden kann. In Zwei­er­trupps werden Unfall­fahr­zeuge gesi­chert und die Scheiben sowie das Dach ent­fernt.

Was wie ein echter Alarm für die Feu­er­wehr aus­sieht, ist in Wirk­lich­keit nur gestellt: Ausgerückt sind Mit­glieder der Jugend­feu­er­wehr Neckar­sulm, die am Wochen­ende 24 Stunden in der Feu­er­wache ver­brachten, um mit Aus­bil­dungen, Sport­pro­gramm und Einsätzen den Alltag einer Berufs­feu­er­wehr zu erleben. Der Ver­kehrs­un­fall war dabei nur einer von vielen Einsätzen, den die Jugend­li­chen bewältigen mussten. Ein Werk­statt­brand, Ölspuren und medi­zi­ni­sche Notfälle spie­gelten das gesamte Auf­ga­ben­feld einer Feu­er­wehr wider. Die Jugend­li­chen mussten das gesamte Wissen anwenden, wel­ches sie sich in den alle zwei Wochen statt­fin­denden Übungs­diensten ange­eignet haben.

Nach einem so ereig­nis­rei­chen Tag waren alle Betei­ligten sehr erschöpft. Aber die Feu­er­wehr muss auch nachts helfen. So pas­sierte es, dass die Jugend­li­chen aus ihrem wohl­ver­dienten Schlaf gerissen wurden und ausrücken mussten. Doch aus­ge­macht hat es ihnen nichts. Sie waren jeder­zeit hoch moti­viert, sobald der Gong ertönte.