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16 Nachwuchsaktive in den Startlöchern

Cleebronnvon Birgit Riecker, HSt

Jedes Jahr fällt der Start­schuss in die fünfte Jah­res­zeit auf den 11.11. um 11.11 Uhr. Nun ist ein ganz anderer Start auf ein ebenso einprägsames Datum gefallen: Zur Gründungs­ver­samm­lung für die Clee­bronner Jugend­feu­er­wehr zündeten am 10.10.10, pünkt­lich um 10.10 Uhr, Udo Schel­len­bauer und Eric Flammer drei Böllerschüsse.

Urkunden

16 Kinder und Jugend­liche im Alter zwi­schen zehn und 16 Jahren standen danach im Mit­tel­punkt. Doch bevor sie ihre Mit­glieds­ur­kunden in Emp­fang nehmen konnten, stand zunächst ein Festakt an. Dieser bot mit einem Got­tes­dienst Pfarrer Jörg Kohler-Schunk eine Steil­vor­lage für seine Pre­digt: Ent­decke die Liebe in Dir, ver­schließe Deine Augen nicht, wenn Du gebraucht wirst, war der Kern seiner Bot­schaft. Und die kam bei den rund 250 Besu­chern, die nicht nur aus Clee­bronn, son­dern auch von den umlie­genden Feu­er­wehren gekommen waren, gut an. Bürger­meister Thomas Vogl betonte, dass der Geburtstag der Jugend­feu­er­wehr für ihn kein Termin sei, den er ein­fach mit einem "Erle­digt-Häkchen" ver­sehen wird. "Voll­in­halt­lich" stünden er und der Gemein­derat hinter diesem Pro­jekt.

Zusam­men­ar­beit

Bis­lang habe Clee­bronn das Glück gehabt, dass es mit dem Nach­wuchs fast von alleine geklappt habe. Doch diese Zeiten seien vorbei. Des­halb hätten sich Feu­er­wehr und Gemein­de­ver­wal­tung schon vor zwei Jahren Gedanken gemacht. "Klar war uns dabei immer: Erzwingen können und wollen wir die Jugend­feu­er­wehr nicht", erklärte Vogl. Doch jetzt sei man soweit. Über den Umweg einer mögli­chen inter­kom­mu­nalen Jugend­feu­er­wehr, die recht­lich möglich gewesen wäre, lange geprüft und dann doch aus ter­min­li­chen Gründen unter­blieben sei, so Kom­man­dant Jörg Schel­len­bauer, habe man nun eigenes Per­sonal für diese ver­ant­wor­tungs­volle Auf­gabe gefunden. Mit Steffen Burrer, Andreas Richter und Thomas Öhler stünden "drei rich­tige Leute an der Deichsel". "Viel Zeit bei den Ver­ant­wort­li­chen und viel Geld für die Gemeinde" koste das Pro­jekt, so Bürger­meister Thomas Vogl weiter.

Ange­sichts der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung sei es sinn­voll, die Jugend­li­chen früh an die Feu­er­wehr zu binden, so der Ver­treter des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes, Eber­hard Jochim. "Sonst werden die jungen Leute von anderen Ver­einen und Insti­tu­tionen abge­griffen." Da die Alarm­si­cher­heit überall ein rie­siges Pro­blem sei, müsse lang­fristig an der Jugendförde­rung gear­beitet werden. Eber­hard Jochim über­reichte dem Nach­wuchs zum Start einen Wimpel.

Fest

Heiner Schiefer, Kom­man­dant der Lauf­fener Wehr und Stell­ver­treter des Kreis­brand­meis­ters, lud die jungen Clee­bronner zum "Boot­s­ein­satz auf dem Neckar mit anschließendem Grill­fest" zusammen mit der Lauf­fener Jugend­feu­er­wehr ein. Am nächsten Mitt­woch geht es los: Alle zwei Wochen jeweils um 17.30 Uhr trifft sich die Jugend­feu­er­wehr. Und was wird dann gemacht? "Wir lernen Theorie und Praxis, machen Spiele und Ausflüge", wusste der elfjährige Leon Schwarz schon ganz genau.

Bild: Jungen und Mädchen der künftigen Jugend­feu­er­wehr freuen sich über die offi­zi­elle Unter­zeich­nung der Gründungs­ur­kunde. (Foto: Birgit Riecker)