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10 Jahre Jugendfeuerwehr Lauffen a.N. - 150 Kids mit "Bock" auf Fun und Action beim "zehn Stunden Countdown" kreuz und quer durch Lauffen

Lauffen a.N.von Andreas Rudlof

Dass sich die Lauf­fener Jugend­feu­er­wehr zu ihrem zehnjährigen Bestehen etwas ganz beson­deres ein­fallen lassen würde, war spätes­tens dann jedem klar, als die Jugend­feu­er­wehr­wartin Katrin Stöcker ihre Ein­la­dungen zu diesem „Event“ ver­schickt hatte.

Von einem „zehn Stunden Count­down“ und von „etwas im Land­kreis Heil­bronn noch nie da gewe­senem“ war da die Rede. Nur eins war im Vor­feld sicher: Inner­halb von zehn Stunden mussten die teil­neh­menden Jugend­feu­er­wehren ver­schie­dene Auf­gaben gemeinsam erfüllen. Viel­leicht zehn Stunden, um ein Haus zu bauen oder zehn Stunden, um eine Schlauch­lei­tung quer durch den Land­kreis zu legen? „Alles ist möglich“, stellte Katrin Stöcker in den Raum. „Was genau, wird im Vor­feld natürlich nicht ver­raten“, ergänzte sie und fügte hinzu: „Nur eines ist sicher: wer nicht kommt, ver­passt einiges!“

Von der Neu­gierde auf den Lauf­fener „zehn Stunden Count­down“ getrieben, mel­deten sich ins­ge­samt elf Mann­schaften, unter anderem Jugend­feu­er­wehren aus Back­nang, Bad Lie­ben­zell, Rot­ten­burg und dem Land­kreis Heil­bronn an.

150 Teil­nehmer wollten sich das Spek­takel nicht ent­gehen lassen und sich den Auf­gaben des Stadt­spiels stellen.

Dabei war Katrin Stöcker bei der Kon­zep­tion des Wett­streits am wich­tigsten, vom bis­he­rigen, strengen „Wett­be­werbs­cha­rakter“ weg zu kommen und allein durch die Auf­ga­ben­stel­lung den Team­geist, die Krea­tivität sowie das Impro­vi­sa­ti­ons­ta­lent zum Errei­chen gemein­samer Ziele und Ergeb­nisse bei den Teams zu wecken.

Ein Vor­haben, das ihr augen­schein­lich auch in vollem Umfang gelungen ist.

Bereits die erste Auf­gabe, inner­halb von 90 Minuten eine Fahne zu kre­ieren, welche die jewei­lige Jugend­feu­er­wehr repräsen­tiert, zeigte den immensen Ein­falls­reichtum und das schnelle Erwa­chen von krea­tiven Ideen, um die gestellten Anfor­de­rungen inner­halb des vor­ge­ge­benen Zeit­fens­ters zu erfüllen. So kamen auch uner­war­tete Gegenstände, wie z.B. ein Schlüssel für einen württem­ber­gi­schen Schacht­hy­dranten, als Fah­nen­stange ins Spiel.

Außerdem durfte jede Gruppe eine Musik­wunsch­liste für die zum Abschluss des „Count­downs“ statt­fin­dende „Tun­nel­party“ zusam­men­stellen. Denn das Musik­pro­gramm der Sie­ger­mann­schaft wurde zu Beginn der Party eine Stunde lang von „DJ Krümel“ gespielt.

Für die Erle­di­gung des zweiten Auf­ga­ben­blocks blieb den Teams eben­falls 90 Minuten Zeit. Dabei mussten sie sich auf eine Vorführung im Klos­terhof, zu wel­chem die Lauf­fener Bevölke­rung ein­ge­laden war, mit einem Sketch oder einer anderen Aufführung von etwa fünf Minuten Dauer pro Gruppe vor­be­reiten. Außerdem war das auf dem Lauf­fener Kreisel ste­hende „Hölderlin-Kunst­werk“ von jeder Mann­schaft in geeig­neter Weise nach­zu­stellen. Inter­es­sante Ideen und Inter­pre­ta­tionen waren die Folge. Last but not least ent­hielt der dritte Teil der zweiten Auf­gabe, für min­des­tens 25 Per­sonen einen Snack zuzu­be­reiten, um damit am Abend die Party zu berei­chern. Dazu mussten sich die Jungs und Mädels noch einen inter­es­santen Namen für „ihre Krea­tion“ aus­denken und ein ori­gi­nelles Schild dafür anfer­tigen.

Bei der letzten Auf­gabe durften die Jugend­li­chen „Hans im Glück“ spielen. Das ihnen überg­ebene „Start­ka­pital“ in Form von drei Klo­pa­pier­rollen mussten sie bei der Lauf­fener Bevölke­rung „möglichst gewinn­brin­gend“ wei­ter­tau­schen. Den besten Tausch machten die Bad Lie­ben­zeller: sie tauschten ihre Klo­pa­pier­rollen bei Kom­man­dant Heiner Schiefer ein und waren für ganze zwei Stunden stolze Besitzer der gesamten Lauf­fener Feu­er­wehr.

Die Bad Fried­richs­haller Jugend­feu­er­wehr über­raschte bei der Vorführung im Klos­terhof mit einer Par­odie auf das „Blu­men­mann“-Lied von Jürgen von der Lippe, während die Ober­sulmer Jugend­feu­er­wehr mit ihren Angehörigen eine „mensch­liche Pyra­mide“ baute. Das Wid­derner Schlag­zeug­solo zu „we will Rock you“ fand dabei ebenso tosenden Bei­fall wie die Tanz­vorführung von drei Gra­zien der Bad Lie­ben­zeller Jugend­feu­er­wehr. Sketche der Back­n­anger, Jagst­hau­sener und Ober­ei­sesheimer Truppe run­deten die Dar­bie­tungen ab. Auch der Cock­tail-Mixer der Nord­heimer Jugend­feu­er­wehr kam mit seinen Mix­turen so gut an, dass er gleich für die Party ver­pflichtet wurde, dort weiter Cock­tails zu mixen - alko­hol­frei, ver­steht sich!

Bevor dann die lang ersehnte und angekündigte Tun­nel­party in den Kata­komben unter­halb des ?alten? Lauf­fener Feu­er­wehr­hauses steigen konnte, waren die Teil­nehmer auf­ge­for­dert, ein­zelne Leis­tungen ihrer Mit­streiter selbst zu bewerten. So durfte jedes Team seine Wer­tung von 1 bis 10 für die selbst­ge­stal­teten Fahnen, die Aufführungen im Klos­terhof sowie das „Hans im Glück“-Spiel abgeben.

Nach Abschluss aller „For­malitäten“ war es dann soweit: Die Keller- bzw. Tun­nel­party konnte steigen. „DJ Krümel“ und das Sie­ger­team sorgten für den opti­malen Sound und fette Musik, während das zuvor von den ein­zelnen Gruppen lie­be­voll und ori­gi­nell her­ge­rich­tete Buffet sowie die ver­schie­denen Bowlen zur Freude der jewei­ligen Gaumen „ver­nichtet“ wurden.

Für wei­tere Abwechs­lung bei der Tun­nel­party sorgte außerdem eine Mädchen-Tanz­gruppe der Tanz­schule Birkel, die sich mit einer super Tanz­ein­lage den Applaus der Jugend­li­chen sicherte.

Die Über­ra­schung war all­ge­mein gelungen und das Kon­zept von Katrin Stöcker auf­ge­gangen. Eine tolle Jubiläums­ver­an­stal­tung und eine defi­ni­tive Fest­stel­lung: Wer nicht dabei war, hat wirk­lich einiges ver­passt!

Bild 1:
JF Wid­dern mit ihrer selbst­ge­stal­teten Fahne

Bild 2:
JF Bad Fried­richs­hall und ihre Inter­pre­ta­tion des Hölderlin-Kunst­werks

Bild 3:
JF Ober­sulm beim Bau ihrer „mensch­li­chen Pyra­mide“ im Klos­terhof

Bild 4:
Alle Teil­nehmer des Stadt­spiels mit ihren Fahnen