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10 Einsätze in 31 Stunden

Ellhofenvon Frank Ströbel, Feuerwehr Ellhofen

Zu ins­ge­samt 10 Alarmübungen mussten die 11 Jungs und 3 Mädchen der Jugend­feu­er­wehr Ell­hofen (JFW) am Wochen­ende 23. und 24. Juni an ihrem „Berufs­feu­er­wehrtag“ ausrücken.

Alles begann ganz gemütlich und ent­spannt am Sams­tag­morgen mit einem gemein­samen Frühstück auf der "Wache" (Sport­halle) und der Schicht­ein­tei­lung. Danach traf man sich zur ersten Unter­richts­ein­heit im Schu­lungs­raum. Doch schon nach ca. 10 Minuten ertönte über die Laut­spre­cher­an­lage der Alarm­gong und die Alarm­durch­sage aus der Leit­stelle. "DONG- DONG- DONG… Ein­satz für die Jugend­feu­er­wehr, Tier­not­lage, Ein­satz für TLF und MTW". Es ging für das Tanklöschfahr­zeug (TLF) und den Mann­schafts­trans­port­wagen (MTW) zu einer Tier­not­lage in den Ahornweg. Kurze Zeit später kam dann auch ein Ein­satz für die Besat­zung des Löschgrup­pen­fahr­zeugs (LF). Hier mussten die Jugend­li­chen zu einer Türöffnung ausrücken. Der Ret­tungs­dienst stand vor ver­schlos­sener Türe und konnte nicht zu einer ver­letzten Frau vor­dringen. Als sich alle wieder in der Wache ein­ge­funden hatten, refe­rierte Thomas Frehse vom DRK Löwen­stein über die Arbeit und Zusam­men­ar­beit zwi­schen Ret­tungs­dienst und Feu­er­wehr an der Ein­satz­stelle und danach durften alle Jugend­li­chen noch einen Ret­tungs­wagen von innen bestaunen.

Der mitt­ler­weile ent­stan­dene Hunger wurde nun mit einer großen Por­tion Spa­ghetti Bolo­gnese gestillt. Nach dem Essen hatten alle erstmal Frei­zeit, doch nicht lange, denn der Alarm­gong ertönte erneut. Es ging zu einer Men­schen­ret­tung, gemeinsam mit dem DRK. Ein Mit­ar­beiter einer Getränke­firma wurde unter Kisten und Fla­schen begraben, die von einem Gabel­stapler fielen. Jetzt konnte das zuvor erlernte Wissen über die Zusam­men­ar­beit an der Ein­satz­stelle in die Tat umge­setzt werden. Die Besat­zung des RTW vom DRK Orts­ver­band Ober­sulm lei­teten die Jugend­li­chen an und so konnte die Person ohne wei­tere Ver­let­zungen gerettet werden. An dieser Stelle noch­mals ein großes Dan­keschön an die Mann­schaft vom DRK für die super Einsätze, die wir gemeinsam bewältigen konnten.

Am Samstag folgten noch wei­tere Einsätze. So musste die "Berufs­feu­er­wehr Ell­hofen" noch zu einer Per­so­nen­suche ausrücken. Es galt eine Mutter mit ihrem Sohn zu finden. Unterstütz wurden wir dabei von zwei Such­trupps der Ret­tungs­hun­de­staffel Unter­land unter der Ein­satz­lei­tung von Ger­hard Bin­de­reif. Es war sehr inter­es­sant das Zusam­men­spiel von Hund und Mensch zu beob­achten, und erstaun­lich wie schnell die ver­missten Per­sonen von den Hunden gefunden wurden. Auch an die Ret­tungs­hun­de­staffel einen recht herz­li­chen Dank, auch für den span­nenden Vor­trag und Bil­der­schau im Anschluss an den Ein­satz.Nach dem Abend­essen ver­brachten die Kinder den Rest des Abends mit Pan­to­mime und dem Erraten von ver­schie­denen Begriffen bis es dann um 22:30 Uhr ins Bett ging.Doch die Nacht­ruhe dau­erte nicht lange an, als ca. um 23:00 Uhr erneut der Alarm los­ging. Die Feu­er­wehr­leit­stelle Heil­bronn infor­mierte uns über einen auf­ge­lau­fenen Rauch­melder einer Brand­mel­de­an­lage. Im nun waren die JFWler wieder hell wach und besetzten die Feu­er­wehr­fahr­zeuge und flitzen in das Indus­trie­ge­biet. Durch das Erkunden des Gebäudes fand der Angriffs­trupp heraus, dass ein Papier­korb in einem Ser­ver­raum Feuer gefangen hatte. Mit einer Löschdecke wurde der Brand rasch erstickt und man konnte wieder einrücken.

Wer jetzt dachte, er könne bis zum nächste morgen in Ruhe durch­schlafen, der hatte sich geirrt. Denn schon knappe vier Stunden später wurde ein Gebäude­brand im Schulhof gemeldet. Alle Fahr­zeuge rückten aus, um das Feuer zu bekämpfen, doch als die Kräfte auf dem Schulhof ein­ge­troffen waren, stellte sich heraus, dass ledig­lich ein Con­tainer brannte, der mit dem Schnell­an­griff des TLF abgelöscht wurde. Danach konnten die Jugend­li­chen ihren Schlaf fort­setzen bis es um 8.30 Uhr Frühstück gab.

Der Sonntag sollte nach dem Frühstück eigent­lich mit Frühsport weiter gehen, doch daraus wurde wieder nichts, da kurz nach neun Uhr eine Straßenver­un­rei­ni­gung im Kes­selen gemeldet wurde. Im Nu saß der Feu­er­wehr­nach­wuchs auf den Ein­satz­fahr­zeugen um mit der Ver­un­rei­ni­gung fertig zu werden. Während diesem Ein­satz erhielt die Leit­stelle einen wei­teren Alarm; ein auf­merk­samer Auto­fahrer hatte von der Quer­spange aus ein Feuer in der Nähe des Sport­platzes ent­deckt. Schnell wurde das TLF und der MTW von der Straßenver­un­rei­ni­gung abge­zogen um das Feuer zu suchen. Vor der Schutzhütte auf dem Ket­zersberg fanden die Flo­ri­ansjünger ein entzündetet Lager­feuer, wel­ches nicht ange­meldet war. Mit dem Schnell­an­griff fanden auch diese Flammen ein Ende und die Fahr­zeuge konnten zurück zur Straßenver­un­rei­ni­gung fahren. Der letzte Ein­satz für dieses Wochen­ende wurde kurz nach 12 Uhr alar­miert. Ein Nachbar hatte einen lauten Knall gehört und nun rauchte es aus einem Gebäude in der Haupt­straße. Die JFWler bauten eine Rie­gel­stel­lung auf, um das Nach­bargebäude zu schützen. Während ein wei­terer Trupp mit der Steck­leiter im ersten OG ein Fenster öffnete. Der in Stel­lung gebrachte Druck­luftbelüfter ent­rauchte das Gebäude über diese Abzugsöffnung. So konnte ein Trupp zur Per­so­nen­suche in das Gebäude geschickt werden. Ver­letzte Per­sonen wurden keine gefunden, aller­dings ein Brand­herd im Keller, der mit einem Schaum­rohr abgelöscht wurde.

Nach diesem Kräfte zeh­renden Ein­satz freuten sich alle auf das war­tende Mit­tag­essen und so gingen 31 Stunden Berufs­feu­er­wehrtag voller Action und Span­nung für die Jugend­feu­er­wehr und alle Helfer zu Ende.

Auf unserer Inter­net­seite www.feuerwehr-ellhofen.de stehen einige Bilder, sowie alle Pla­nungs- und Orga­ni­sa­ti­ons­un­ter­lagen zum Down­load zur verfügung.