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Vegetationsbrand

Ellbachtal

Das Auf­ga­ben­spek­trum Wald­brandbekämpfung kam nach Ent­schei­dung für ein TLF 3000 mit ent­spre­chender Spe­zi­al­be­la­dung zur Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Ell­bachtal.

In Folge dessen ent­wi­ckelten die Ein­satzkräfte rund um Kom­man­dant Thomas Oeckler ein Kon­zept für die Vege­ta­ti­ons­brandbekämpfung. In enger Abstim­mung und Zusam­men­ar­beit mit Kreis­brand­meister Bernd Halter und dessen Amts­vorgänger Uwe Vogel wurde das Kon­zept in mehrjähriger Arbeit stu­fen­weise rea­li­siert. Das Ergebnis ist eine Fach­gruppe Vege­ta­ti­ons­brand für den Land­kreis Heil­bronn.

Mit­glieder der Feu­er­wehr Ell­bachtal wurden umfang­reich in Theorie und Praxis in diesem neuen The­men­be­reich aus­ge­bildet. Es gibt andere Schutz­klei­dung und Ausrüstungs­ge­genstände, spe­zi­elle Werk­zeuge und Löschrucksäcke. Ein Umdenken bei der Angriffs- und Lösch­taktik ist erfor­der­lich. Klas­si­sche Lösch­an­griffe finden so gut wie keine Anwen­dung.

Das Ein­satz­spek­trum vom Vege­ta­ti­ons­brand sind große Flächenbrände und der Wald­brand. Die Ein­heit wird über die ILS Heil­bronn über einen eige­rich­teten Alarm-RIC ange­for­dert. Die Fach­gruppe kommt mit drei Fahr­zeugen vor Ort. Dies sind ein MZF, GW-L2 und TLF 3000. Vor Ort werden Feu­er­wehren mit spe­zi­eller Technik und Taktik unterstützt. Die Fach­gruppe ist primär als reine Unterstützungs­ein­heit kon­zi­piert und auf­ge­stellt und wird damit in der Regel nicht alleine tätig. Für spe­zi­elle Auf­gaben kann sie auch autark ein­ge­setzt werden.

Das Port­folio der Fach­gruppe ist viel­seitig. Der Schwer­punkt liegt in der Arbeit ohne Löschfahr­zeuge, das bedeutet Arbeiten in Ein­heiten mit unter­schied­lichsten Auf­gaben und Aus­stat­tungen. Der Grund­satz lautet: „Alles muss tragbar sein“. Dann kommt man auch an Ziele ohne Straßen und Wege. Vor Ort werden die Ein­satzkräfte mit Gerätschaften der Fach­gruppe aus­ge­stattet und ange­leitet. Die Anzahl der vor­han­denen Geräte ermöglicht einen gleich­zei­tigen Ein­satz von bis zu acht Gruppen als Löschein­heiten und wei­tere vier Gruppen als klas­si­sche Hand­crews. Zusätzlich kann ein viel­fa­cher Lösch­an­griff auf­ge­baut werden. Dazu bringt die Fach­gruppe über 1000m D-Schlauch und eine Viel­zahl an Strahl­rohren, Wald­brand­ver­teiler und Arma­turen mit. Das Tanklöschfahr­zeug bietet eine breite Facette von Anwen­dungsmöglich­keiten: Pump-and-Roll-Ver­fahren, Was­ser­ver­sor­gung mit Auf­fangbehälter, Was­ser­trans­port sowie wei­tere Werk­zeuge und Ausrüstungs­ge­genstände.

Durch diese neue Fach­gruppe verfügt der Land­kreis Heil­bronn über eine Ein­heit, die für aktu­elle und zukünftige Ein­satz­sze­na­rien im Vege­ta­ti­ons­brand ange­passt aus­ge­stattet ist. Ein wei­terer Schritt ist jetzt der Kon­takt zu den Feu­er­wehren vor Ort. Diese sind der Schlüssel für den Ein­satz­er­folg. Erste Maßnahmen, Angriffs­taktik und Orga­ni­sa­tion der Ein­satz­stelle sind wesent­liche Bau­steine. Hierzu kann die Fach­gruppe Vege­ta­ti­ons­brand vorab infor­mieren und beraten.