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Landmaschinen-Werkstatt in Vollbrand

Einsatz der Feuerwehren Schwaigern, Bad Rappenau, Lauffen a.N., Leingarten, Massenbachhausen, Heilbronn und NeckarsulmBrand in Industriegebäude am von Daniel Matter, Feuerwehr Schwaigern

Die Feu­er­wehr Schwai­gern wurde mit dem Ein­satz­stich­wort „Brand gefährliche Stoffe“ in die „Tiergärten“ (Stetten) alar­miert. Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauch­ent­wick­lung erkennbar. Am Ein­satzort ein­ge­troffen stand die Halle einer Land­ma­schinen-Werk­statt bereits in Voll­brand. Umge­hend wurden des­halb wei­tere Ein­satzkräfte (Abtei­lungen Nie­der­hofen & Mas­sen­bach sowie die Feu­er­wehren Lein­garten, Mas­sen­bach­hausen und Neckar­sulm [Fern­mel­de­gruppe]) nach­alar­miert. Eben­falls auf Anfahrt befanden sich die Feu­er­wehr Bad Rap­penau (Gefahr­gutzug) und die Feu­er­wehr Lauffen (GW-Mess).

Nachdem ein Innen­an­griff des in Voll­brand ste­henden Anwe­sens nicht mehr möglich war, erfolgte ein Außen-Lösch­an­griff mit ins­ge­samt 7 C-Rohren und einem Wen­de­rohr auf der Dreh­leiter. Eine angren­zende Garage wurde mit einer Rie­gel­stel­lung ver­sehen und konnte vor den Flammen bewahrt werden. Ein neben dem Gebäude ste­hender Flüssig­gas­tank wurde schnellstmöglich gekühlt. Während der Löschar­beiten kam es immer wieder zu kleinen Explo­sionen inner­halb des Gebäudes. Die Was­ser­ver­sor­gung wurde zunächst über 4 Hydranten auf­ge­baut. Zur Sta­bi­li­sie­rung wurde wei­teres Löschwasser aus fließendem Gewässer mit­tels der FPA 24/8 ent­nommen.

Auf­grund der extrem starken Rauch­ent­wick­lung for­derte die Polizei die umlie­genden Anwohner per Laut­spre­cher­durch­sage auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Über die ILS wurde eine War­nung an die Bevölke­rung mit­tels NINA-App her­aus­ge­geben. Diese konnte nach unauffälligen Mes­sungen mit dem GW-Mess auf­ge­hoben werden.

Da der Ver­dacht bestand, dass kon­ta­mi­niertes Löschwasser in den Lein­bach gelangt sein könnte, wurden auch hier mit dem GW-Mess ent­spre­chende Mes­sungen durchgeführt. Diese waren alle unauffällig und es bestand keine Gefahr. Die untere Was­serbehörde gab dar­aufhin Ent­war­nung.

Mit Unterstützung des städti­schen Bau­hofes wurden im wei­teren Ein­satz­ver­lauf Teile des Daches ein­ge­rissen, um an mögliche Glut­nester zu kommen. Hinter dem Gebäude gela­gertes Holz wurde eben­falls aus­ein­an­der­ge­zogen und abgelöscht. Die Nachlöschar­beiten dau­erten bis in die Abend­stunden an.

Die Fern­mel­de­gruppe der Feu­er­wehr Neckar­sulm stellte einen Bespre­chungs­raum für die Ein­satz­lei­tung bereit und über­nahm die Kom­mu­ni­ka­tion mit der ILS Heil­bronn. Gleich­zeitig unterstützte sie mit Droh­nen­auf­nahmen die Lage­be­spre­chungen.

Die ange­for­derten Mit­ar­beiter der EnBW halfen dabei, das Gebäude stromlos zu machen. Im Rahmen dieser Maßnahme kam es zu kurz­fris­tigen Unter­bre­chungen der Strom­ver­sor­gung bei den umlie­genden Gebäuden.

Bei dem Brand wurde eine Person leicht ver­letzt und mit Ver­dacht auf eine Rauch­gas­ver­gif­tung vor­sorg­lich in ein Kran­ken­haus gebracht.

Während der Löschar­beiten musste die Klein­garta­cher Straße (Orts­durch­fahrt Stetten, K 2160) sowie die L 1107 Rich­tung Bra­cken­heim für den Ver­kehr voll gesperrt werden.

Im Ein­satz waren über 90 Kräfte. Die Feu­er­wehr Schwai­gern bedankt sich an dieser Stelle bei allen Ein­satzkräften für die her­vor­ra­gende Zusam­men­ar­beit.