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Gemeldeter Wohnungsbrand

Einsatz der Feuerwehr NeudenauWohnungsbrand am von Uwe Amann, Feuerwehr Neudenau

Am Dreikönigstag wurden die Ein­satz­ab­tei­lungen aus Neu­denau und Her­bolz­heim mit dem Stich­wort „Woh­nungs­brand“ in den Hof­graben nach Neu­denau alar­miert. Bewohner eines Mehr­fa­mi­li­en­hauses hatten eine starke Ver­rau­chung in den beiden bewohnten Ober­ge­schossen fest­ge­stellt.

Beim Ein­treffen der Ein­satzkräfte hatte eine Mie­terin bereits ihre Woh­nung ver­lassen, die zweite Woh­nung musste noch eva­ku­iert werden. Par­allel dazu wurden Trupps unter Atem­schutz in alle Geschosse des Hauses geschickt, um der Ver­rau­chung auf den Grund zu gehen. Zunächst wurde ein Kamin­brand ver­mutet – ent­spre­chende Tem­pe­ra­turen am Kamin sowie die Ver­rau­chung ließen darauf schließen.

Im wei­teren Ver­lauf konnte in Zusam­men­ar­beit mit dem hin­zu­ge­ru­fenen Schorn­stein­fe­ger­meister fest­ge­stellt werden, dass die Ver­rau­chung aus einem ver­klei­deten Hohl­raum neben dem Kamin stammt. Ent­spre­chende Hohlräume konnten in beiden Geschossen fest­ge­stellt werden. Daher mussten in beiden Ober­ge­schossen die Wand­ver­klei­dung abge­nommen werden, Glut­nester konnten dann mit relativ wenig Was­ser­ein­satz abgelöscht werden. Da nicht aus­zu­schließen war, dass sich hinter einer Feu­erstätte ein ähnli­cher Wand­aufbau befindet, musste ein kom­pletter Kamin­ofen im 1. OG ent­fernt werden. Es zeigte sich relativ schnell, dass dies die rich­tige Ent­schei­dung war: auch hier gab es bereits ver­kohlte Span­platten und von Flammen beauf­schlagte Dämmwolle.

Durch die Ver­rau­chung und die Staub­einwir­kung mussten im gesamten Ein­satz sechs Trupps unter Atem­schutz arbeiten. Es wurde frühzeitig eine Atem­schutz­sam­mel­stelle am Gerätewagen ein­ge­richtet – nach­alar­mierte Atem­schutzgeräteträger aus Sig­lingen unterstützen im wei­teren Ver­lauf.

In seiner Gesamt­heit war der Ein­satz sehr per­sonal- und zeit­in­tensiv: nach etwa 6 Stunden konnten die 40 Ein­satzkräfte dann wieder abrücken.