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Brand Industriegebäude

Einsatz der Feuerwehren Abstatt, Heilbronn, Untergruppenbach, Lauffen a.N. und SchwaigernBrand in Industriegebäude am von Medienteam Feuerwehr Abstatt

Die Feu­er­wehr Abstatt wurde am 09.10.2025 um 16:52 Uhr durch die Leit­stelle mit dem Alarm­stich­wort Rauch­ent­wick­lung Indus­triegebäude alar­miert. Auf­grund der Viel­zahl ein­ge­hender Anrufe und der Lage auf Sicht wurde die Alar­mie­rung direkt auf Brand Indus­triegebäude erhöht. Bei Ein­treffen des Ein­satz­lei­ters drang dichter schwarzer Rauch aus einer Halle, die Mit­ar­beiter hatten bereits das Gebäude ver­lassen.

Im betrof­fenen Bereich hatte sich Gra­nulat zur Her­stel­lung von Sty­ropor in einem Silo entzündet. Auf­grund der enormen Brand­last des gela­gerten Roh­ma­te­rial wurden direkt 2 Trupps der Feu­er­wehr Abstatt unter Atem­schutz mit 2 C-Rohren zur Brandbekämpfung in die Halle geschickt. Par­allel wurden 2 Trupps unter Atem­schutz der Feu­er­wehr Unter­grup­pen­bach mit 2 C-Rohren zur Rie­gel­stel­lung und Ver­hin­de­rung der Brand­aus­brei­tung, an die Wand hinter dem Brand­be­reich geschickt.

Durch diese Maßnahmen konnte eine wei­tere Aus­brei­tung ver­hin­dert werden und das Feuer schnell gelöscht werden. Nach Ein­treffen des Löschzug der Feu­er­wehr Lauffen wurde die Dreh­leiter am Gebäude in Stel­lung gebracht und die Fas­sade, sowie das Dach auf Glut­nester kon­trol­liert. Dort war nichts fest­stellbar. Zusammen mit dem stell­ver­tre­tenden Kreis­brand­meister, der Fach­be­ra­terin Chemie und des GW-Mess des Land­kreis Heil­bronn wurde das wei­tere Vor­gehen bespro­chen und geplant. Die Kläran­lage wurde über das abge­ge­bene und kon­ter­mi­nierte Löschwasser infor­miert. Sei­tens der Kläran­lage und der Fach­be­ra­terin Chemie gab es hier jedoch keine Bedenken und Auffällig­keiten. Der GW-Mess führte Mes­sungen im Brand­be­reich und in der Umge­bung durch. Es konnten auch hier keine Auffällig­keiten fest­ge­stellt werden, ledig­lich direkt im Brand­be­reich war eine höhere Kon­zen­tra­tion CO messbar.

Die Ein­satz­lei­tung wurde im MZF der Feu­er­wehr Abstatt gemeinsam mit Kräften aus Abstatt und Unter­grup­pen­bach auf­ge­baut und durchgeführt. Bei einer Lage­be­spre­chung aller anwe­senden Führungskräfte wurde fest­ge­legt das Silo mit einem Inhalt von ca. 2 Tonnen Gra­nulat kom­plett zu leeren, um wei­tere Glut­nester aus zu schließen.

Auf­grund der Lage konnten die Kräfte der Feu­er­wehr Lauffen und der GW-Mess, sowie die Fach­be­ra­terin Chemie aus dem Ein­satz gelöst werden. Auch ein HLF der Feu­er­wehr Unter­grup­pen­bach wurde aus dem Ein­satz gelöst.

Es wurde nun auf­wendig ein Zugang zum Silo geschaffen und unter­sucht wie das Gra­nulat ent­nommen werden konnte. Das Gra­nulat kann sich bereits durch sta­ti­sche Auf­la­dung entzünden, daher schied das Schaffen einer Aus­lassöffnung durch Auf­trennen aus. Das Aus­lass­rohr wurde demon­tiert und anschließend wurde das Gra­nulat mit Schutt­mulden in einen Con­tainer ent­leert. Für diesen Vor­gang waren abwech­selnd immer 5 Per­sonen der Feu­er­wehr Abstatt und Unter­grup­pen­bach gemeinsam unter Atem­schutz im Ein­satz.

Zur Ver­sor­gung der Ein­satzkräfte mit Atem­schutz­ausrüstung wurde der Abrollbehälter Atem­schutz/ Strah­len­schutz der Feu­er­wehr Heil­bronn an die Ein­satz­stelle nach­alar­miert. Der Regel­ret­tungs­dienst wurde eben­falls aus dem Ein­satz gelöst und der DRK-Orts­verein Abstatt zur Absi­che­rung der Ein­satzkräfte hinzu gezogen. Par­allel wurde mit dem Gerätewagen die Ein­satz­stel­len­hy­giene auf­ge­baut, es wurden Ersatz­kleider aus Abstatt und Unter­grup­pen­bach an die Ein­satz­stelle gebracht und auch das Schnell­ein­satz­zelt auf­ge­baut. Bei ein­bre­chender Dun­kel­heit wurde eine Aus­leuch­tung der Ein­satz­stelle auf­ge­baut. Das Silo wurde zu 95% ent­leert, der letzte Rest (ausgehärtete Sty­ro­por­bro­cken) wurden im Silo belassen. Der Bereich wurde mit der Wärme­bild­ka­mera kon­trol­liert und anschließend mit Wasser incl. Netz­mittel benässt. Der Con­tainer mit Gra­nulat wurde außerhalb des Gebäude ins freie ver­bracht. Die Ein­satz­stelle wurde an den Betreiber überg­eben. Anschließend konnte die Brand­mel­de­an­lage zurückge­stellt werden.

Abschließend möchten wir uns noch­mals bei allen anwe­senden Ein­satzkräften aus den Nach­bar­wehren, der Polizei und dem Ret­tungs­dienst für die durchweg sehr gute und kame­rad­schaft­liche Zusam­men­ar­beit bedanken! Dieser Ein­satz zeigt wie wichtig gemein­same Übungen sind, so war die Dreh­leiter der Feu­er­wehr Lauffen schon mehr­mals bei Übungen in Abstatt betei­ligt und auch mit der Feu­er­wehr Unter­grup­pen­bach finden regelmäßige Übungen statt um die Zusam­men­ar­beit zu stärken! Aber auch das DRK gehört schon seit Jahren zu einem festen Bestand­teil unserer Gesamtübungen!

Ins­ge­samt waren bei diesem Ein­satz 76 Ein­satzkräfte der Feu­er­wehren aktiv.

  • Die Polizei Weins­berg war mit einem Funk­strei­fen­wagen und 2 Per­sonen im Ein­satz.
  • Der Regel­ret­tungs­dienst war mit einem Ret­tungs­wagen und 2 Per­sonen im Ein­satz.
  • Der DRK-Orts­verein Abstatt war mit einem B-KTW und 3 Per­sonen im Ein­satz.
  • Der stell­ver­tre­tende Kreis­brand­meister war mit einem Fahr­zeug im Ein­satz.
  • Die Feu­er­wehr Lauffen war mit drei Fahr­zeugen und 14 Per­sonen im Ein­satz.
  • Der Land­kreis Heil­bronn war mit zwei Fahr­zeugen und 9 Per­sonen im Ein­satz.
  • Die Fach­be­ra­terin Chemie des Land­kreis Heil­bronn war mit einem Fahr­zeug und 2 Per­sonen im Ein­satz.
  • Die Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn war mit dem Abrollbehälter Atem­schutz und 3 Per­sonen im Ein­satz.
  • Die Feu­er­wehr Unter­grup­pen­bach war mit 3 Fahr­zeugen und 18 Per­sonen im Ein­satz.
  • Die Feu­er­wehr Abstatt war mit 6 Fahr­zeugen und 29 Per­sonen im Ein­satz, meh­rere Per­sonen befanden sich auf Bereit­schaft im Feu­er­wehr­haus.

Freiwillige Feuerwehr Abstatt

Feuerwehr Heilbronn

Freiwillige Feuerwehr Untergruppenbach

Freiwillige Feuerwehr Lauffen a.N.

Freiwillige Feuerwehr Schwaigern

Landkreis Heilbronn

  • KdoW (Stv. KBM)Lauffen 1/10-1

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