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Schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen

Weinsbergvon Lars Dengel, Feuerwehr Weinsberg

Am Mitt­woch, den 24.06.2026, übte die Feu­er­wehr Weins­berg gemeinsam mit dem ASB ein kom­plexes Ein­satz­sze­nario aus dem Bereich der Tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung.

Um 19:03 Uhr wurden wir von der Inte­grierten Leit­stelle (ILS) Heil­bronn zu einer Übung mit dem Stich­wort: E Call ohne Sprech­kon­takt alar­miert.

Um 19:05 Uhr traf der Vor­ausrüstwagen (VRW) als erstes Fahr­zeug an der Ein­satz­stelle ein. Nach der ersten Erkun­dung wurde um 19:07 Uhr die erste Lage­mel­dung abge­geben. Auf­grund des Ausmaßes der Lage wurden umge­hend ein wei­terer Ret­tungs­wagen und ein Not­arzt nach­ge­for­dert. An der Ein­satz­stelle bot sich den Ein­satzkräften fol­gendes Bild: Ein PKW war frontal auf einen Traktor mit Front­gabel auf­ge­fahren, wobei sich die Gabel­zinken tief in das Fahr­zeug gebohrt hatten. Der Fahrer war ein­ge­klemmt. Der nicht ange­schnallte Bei­fahrer erlitt eine Kopf­platz­wunde und stand unter Schock. Ein zweiter PKW war dem Unfall aus­ge­wi­chen und nach rechts in Rich­tung Sulm von der Fahr­bahn abge­kommen. Das Fahr­zeug kam im Bach­bett in starker Schräglage zum Stehen. Der Fahrer war im Fahr­zeug ein­ge­schlossen und bewusstlos. Ein zweiter Traktor konnte nicht mehr recht­zeitig bremsen und klemmte den bereits auf dem ersten Traktor ste­henden PKW zusätzlich ein. Ein dritter PKW kol­li­dierte anschließend mit diesem Traktor. Dessen Fahrer war ange­schnallt, erlitt nur leichte Ver­let­zungen und stand unter Schock. Der Airbag hatte ord­nungsgemäß ausgelöst. Die Fahrer beider Trak­toren waren ver­letzt, jedoch ansprechbar. Der Fahrer des zweiten Trak­tors konnte sein Fahr­zeug nicht selbstständig ver­lassen.

Kurz nach der ersten Lage­mel­dung trafen das Hil­fe­leis­tungslöschfahr­zeug (HLF) sowie der erste Ret­tungs­wagen an der Ein­satz­stelle ein. Gemeinsam mit dem VRW wurde sofort die Ret­tung des ein­ge­klemmten Fah­rers aus dem im Bach­bett ste­henden Fahr­zeug ein­ge­leitet. Da die übrigen Fahr­zeuge gesi­chert standen und keine unmit­tel­bare Gefahr bestand, lag der Schwer­punkt zunächst auf dieser Men­schen­ret­tung. Schnell konnte die Person erfolg­reich aus dem Fahr­zeug befreit und an den Ret­tungs­dienst überg­eben werden. Im Anschluss kümmerten sich die Besat­zungen von HLF und VRW um die aus­lau­fenden Betriebs­stoffe.

Während der Men­schen­ret­tung trafen der Rüstwagen (RW) sowie der Ein­satz­leit­wagen (ELW) an der Ein­satz­stelle ein und ver­schafften sich einen Über­blick über die Gesamt­lage. Kurz darauf erreichten auch die Löschfahr­zeuge aus Weins­berg und Grant­schen den Ein­satzort. Das LF aus Weins­berg über­nahm die Betreuung der leicht ver­letzten Per­sonen bis zum Ein­treffen der nach­alar­mierten Ret­tungs­dienstkräfte. Par­allel dazu befreite das LF aus Grant­schen den ver­letzten Fahrer des zweiten Trak­tors.

Nach dem Ein­treffen der zusätzlich alar­mierten Ret­tungs­mittel wid­meten sich das LF aus Weins­berg und der Rüstwagen gemeinsam der tech­ni­schen Ret­tung des zwi­schen den beiden Trak­toren ein­ge­klemmten PKW. Mit­hilfe hydrau­li­scher Ret­tungsgeräte konnte auch dieser Fahrer pati­en­ten­ge­recht aus seinem Fahr­zeug befreit und an den Ret­tungs­dienst überg­eben werden.

Um 19:40 Uhr waren alle betrof­fenen Per­sonen erfolg­reich gerettet und dem Ret­tungs­dienst überg­eben. Damit konnte die Übung erfolg­reich beendet werden. Die Alarmübung war ein voller Erfolg und zeigte ein­drucks­voll, wie wichtig eine gute Zusam­men­ar­beit zwi­schen Feu­er­wehr und Ret­tungs­dienst bei kom­plexen Ein­satz­lagen ist. Solche gemein­samen Übungen stärken die Kom­mu­ni­ka­tion, die Ein­satz­ko­or­di­na­tion und das Zusam­men­spiel aller betei­ligten Kräfte.

Wir bedanken wir uns herz­lich beim ASB fürs Mit­ma­chen sowie beim Baum- und Wald­pflege Jung und der Firma Schneider Inh. Albert Zoll für die Bereit­stel­lung der Fahr­zeuge und sämtli­cher Übungs­ma­te­ria­lien.