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Neues CO-Messgerät

Bad Friedrichshallvon Media Team, Feuerwehr Bad Friedrichshall

Feu­er­wehr Förder­verein über­gibt Koh­len­stoff­mon­oxid Messgerät
an die Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall

Über ein CO-Messgerät darf sich die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall seit ein paar Tagen
freuen. Ger­hard Kupfer, 2. Vor­stand des Feu­er­wehr Förder­ver­eins Bad Fried­richs­hall e.V., übergab
ein in Feu­er­wehr­kreisen nicht alltägli­ches Messgerät an die Ein­satz­ab­tei­lungen.
Im Zuge des eingeführten Hygie­ne­kon­zepts und einem lehr­rei­chen Fach­vor­trag des Ver­eins
Feu­er­Krebs zum Thema Ein­satz­stel­len­hy­giene und schwarz/weiß Tren­nung stellt das Messgerät eine
sinn­volle Ergänzung für die Gesund­heit der Ein­satzkräfte, aber natürlich bei einem Brand­er­eignis
auch für alle poten­tiell vom Brand­rauch betrof­fenen Pati­enten dar.
Auch wenn die Ein­satzkräfte im Regel­fall Umluft unabhängige Atem­schutzgeräte tragen, bleibt es in
man­chen unge­wollten Situa­tionen, spe­ziell auch außerhalb des Brand­ob­jekts, leider nicht immer aus,
dass auch Ein­satzkräfte ungeschützt gif­tigen Brand­rauch ein­atmen.
Die che­mi­sche Ver­bin­dung Koh­len­mon­oxids besitzt durch seinen phy­si­ka­li­schen Aufbau ähnliche
Eigen­schaften wie Sau­er­stoff. Im Falle des Ein­at­mens gelangt das CO genau wie der Sau­er­stoff ins
Blut und heftet sich mit einer rund 200-300-fach höheren Affinität als Sau­er­stoff an das Hämoglobin,
der Haupt­trans­por­teur für Sau­er­stoff im Blut. Somit wird das Hämoglobin durch das CO blo­ckiert und
steht für den Sau­er­stoff­trans­port im Körper nicht mehr zu Verfügung. Man spricht in diesem Falle
auch von „innerem Ersti­cken“. Wie bei allen Gift­stoffen gilt hier auch der Grund­satz „die Dosis macht
das Gift“. Je nach Dauer und Inten­sivität der Gift­ex­plo­sion können körper­liche Sym­ptome wie
Schwindel und Unwohl­sein, Übel­keit bis hin zur Bewusst­lo­sig­keit und zum Tode auf­treten.
Wie viel CO auf­ge­nommen wurde, wird in der Regel inner­kli­nisch durch eine Blut­gas­ana­lyse
fest­ge­stellt. Hierfür müssen alle poten­tiell betrof­fenen Pati­enten aber zunächst in ein Kran­ken­haus
trans­por­tiert und einer Blut­ent­nahme unter­zogen werden, was einen erheb­li­chen Auf­wand dar­stellt,
der sich in den meisten Fällen als nicht sinn­voll her­aus­stellt. Mit einem CO Messgerät kann direkt vor
Ort an der Ein­satz­stelle ein­fach und schmerz­frei eine spek­tro­me­tri­sche Unter­su­chung durchgeführt
werden. Über einen Licht­strahl und die Art wie dieser gebro­chen wird, wird bei dieser Tech­no­logie
der „Bela­dungs­zu­stand“ der Hämoglob­in­teil­chen mit Koh­len­mon­oxid gemessen.
Mit dem CO-Messgerät lassen sich in kurzer Zeit und noch am Ort des Gesche­hens sehr viele
Betrof­fene sicher, schnell und schmerz­frei „durch­messen“. Auf­grund dieser Mes­sung in
Zusam­men­hang mit even­tuell wei­teren Sym­ptomen kann dann die Ent­schei­dung getroffen werden,
ob eine Hos­pi­ta­li­sie­rung sinn­voll und not­wendig ist oder nicht. Und eben auch Ein­satzkräfte, welche
im Eifer des Gefechts Rauch­gase ein­ge­atmet haben, können so unkom­pli­ziert und schnell auf etwaige
Koh­len­mon­oxid Ver­gif­tungen unter­sucht werden.
Das Gerät ist klein, leicht, kom­pakt und gleich­zeitig robust und leicht zu bedienen. Somit ist das Gerät
optimal für den Ein­satz­alltag für Feu­er­wehren und Ret­tungs­dienste geeignet.
In den nächsten Wochen werden alle Ein­satzkräfte der Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall in die
Hand­ha­bung des neuen Messgeräts ein­ge­wiesen und geschult.
Die Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall bedankt sich beim Feu­er­wehr Förder­verein e.V. und den
zahl­rei­chen Spen­dern, wel­ches dieses Pro­jekt für die Gesund­heit der Ein­satzkräfte und Brand­opfer
wohl­wol­lend und großzügig unterstützt haben!