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Neue Fahrzeuge bei der Audi Werkfeuerwehr

Werkfeuerwehr AUDI AGvon Alexander Link, Werkfeuerwehr Audi Neckarsulm

Elek­tri­scher Vor­reiter bei der Audi Werk­feu­er­wehr: e-tron GT als Kom­man­do­wagen im Ein­satz

Seit dem Frühsommer verstärkt ein beson­deres Fahr­zeug die Fahr­zeug­flotte der Werk­feu­er­wehr am Audi-Standort Neckar­sulm: Ein Audi e-tron GT quattro als Kom­man­do­wagen – das erste voll­elek­tri­sche Fahr­zeug, das in Deutsch­land in einem Audi Werk gebaut wurde.

Das Fahr­zeug stammt aus der Auto­mo­bil­ma­nu­faktur Audi Sport in den Böllinger Höfen und war ursprünglich ein Erpro­bungs­mo­dell. Im Rahmen des inno­va­tiven „Second Life“-Pro­jekts wurde der rund fünf Jahre alte e-tron GT von Audi Sport in Zusam­men­ar­beit mit Aus­zu­bil­denden umfas­send modi­fi­ziert und feu­er­wehr­taug­lich umgerüstet. Hier­durch konnte das beein­dru­ckende Fahr­zeug vor der Ver­wer­tung bewahrt werden. Bei der Umrüstung kamen nahezu aus­schließlich Second-Life-Kom­po­nenten zum Ein­satz – dar­unter auch die Son­der­si­gnal­an­lage.

Zur ein­satz­tak­ti­schen Aus­stat­tung gehören neben moderner Funk­ausrüstung ein trag­barer Schaum­feuerlöscher sowie ein Not­fall­ruck­sack. Damit ist der KdoW bes­tens für schnelle Erstmaßnahmen und Führungs­auf­gaben gerüstet.

Ein beson­deres High­light: Der e-tron GT ist mit seiner Sys­tem­leis­tung von 476 PS und einer beein­dru­ckenden Beschleu­ni­gung das schnellste Ein­satz­fahr­zeug der Werk­feu­er­wehr – ein echter Tech­no­lo­gieträger, der nicht nur nach­haltig, son­dern auch leis­tungs­stark unter­wegs ist.

Modernes Wech­sel­la­der­fahr­zeug unterstützt das Abrollbehälter­kon­zept der Audi Werk­feu­er­wehr

Die Audi Werk­feu­er­wehr am Standort Neckar­sulm hat im Juni ihr zweites Wech­sel­la­der­fahr­zeug vom Auf­bau­her­steller HENSEL Fahr­zeugbau abge­holt. Das Fahr­zeug basiert auf einem SCANIA P 420 B6x2 mit satten 420 PS und einem zulässigen Gesamt­ge­wicht von 26 Tonnen. Das WLF ist mit einem Wech­sel­la­der­system Typ Meiller RS21 Tec­trum ausgerüstet. Drei Kameras bieten dem Maschi­nisten eine opti­male Sicht zum Auf- und Absat­teln der Abrollbehälter. Die Fahr­zeug­fo­lie­rung und -beschrif­tung ori­en­tiert sich am aktu­ellen Design­kon­zept der Werk­feu­er­wehr.

Das Abrollbehälter­kon­zept der Werk­feu­er­wehr umfasst sechs Abrollbehälter, die fle­xibel mit zwei Wech­sel­la­der­fahr­zeugen bedient werden können. Sie sind für ver­schie­dene Ein­satz­sze­na­rien aus­ge­legt:

  • AB-Umwelt: aus­ge­stattet mit Mess­technik, Ver­brauchs­ma­te­rial und Dekon­ta­mi­na­ti­ons­ausrüstung für den Gefahr­gut­ein­satz
  • AB-Lüfter: Trans­port­modul für ein leis­tungs­starkes Löschun­terstützungs­fahr­zeug LUF 60 zur Belüftung, Ent­rau­chung und Brandbekämpfung. Zusätzlich sind knapp 300 m Hoch­was­ser­schutz Typ Beaver ver­lastet.
  • AB-Pumpe: Trans­port­modul für ein LUF Multi mit 12.000l/min Förder­leis­tung und 1.000m F-Schlauch für eine leis­tungs­starke Was­serförde­rung.
  • AB-Tele­lader: Trans­port­platt­form mit einem Manitou-Tele­skop­lader für tech­ni­sche Hil­fe­leis­tungen.
  • 2 x AB-Havarie: für beson­dere Ein­satz­lagen und Son­der­auf­gaben in Bezug auf Hoch­volt­technik