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Nach Feuer-Katastrophe: Wie groß ist die Brand-Gefahr in Heilbronner Clubs?

Heilbronnvon Daniel Hagmann, HSt

Nach dem Unglück in Crans-Mon­tana zum Jah­res­wechsel sitzt der Schock bei vielen Men­schen tief. Und manche fragen sich auch, wie sicher es ist, gene­rell in Bars und Clubs feiern zu gehen und wie man die Gefahr möglichst minimal hält.

40 Tote und 116 Ver­letzte. Das sind die Folgen einer in der Kata­strophe geen­deten Sil­vester-Feier im Schwei­ze­ri­schen Crans-Mon­tana. Offenbar haben in der Unglücksbar seit dem Jahr 2019 keine Brand­schutz­kon­trollen mehr statt­ge­funden.

Doch: Besteht auch in der Region die Gefahr, einem öffent­li­chen Inferno zum Opfer zu fallen? Sind nach dem Unglück zum Jah­res­wechsel nun gene­relle Bedenken gerecht­fer­tigt, öffent­liche Partys, auch im Raum Heil­bronn, zu besu­chen?

Nach der Sil­vester-Kata­strophe in Crans-Mon­tana: Wie sicher sind Feiern in Heil­bronn?

„Das muss natürlich jeder poten­zi­elle Besu­cher für sich selbst ent­scheiden“, berichtet Yan­nick Pilz, Abtei­lungs­leiter des Vor­beu­genden Brand­schutzes der Feu­er­wehr Heil­bronn.

Wenn alle Brand­schutz-Vor­schriften ein­ge­halten werden – freie und erkenn­bare Flucht­wege, keine Überfüllung der Bar –, bleibt das Risiko jedoch gering. Voll­kom­mene Sicher­heit gebe es laut Pilz aller­dings nie. Von einem mini­malen Rest­ri­siko solle man sich aber die Lust am Feiern nicht kom­plett ver­derben lassen.

Crans-Mon­tana-Kata­strophe: Deut­liche Regeln zur Brand­schutz­kon­trolle in Baden-Württem­berg

Die Brand­schutz­kon­trollen von Bars und Clubs in Baden-Württem­berg sind klar gere­gelt. Yan­nick Pilz: „Brand­verhütungs­schauen müssen min­des­tens alle fünf Jahre statt­finden. Bege­hungs­pflichtig sind alle Ver­samm­lungsstätten, aber auch in Unter­ge­schossen lie­gende Räume von Gast- und Vergnügungsstätten. Bei beson­deren Risiken öfter.“

Dabei gehe es um die vor­beu­gende Gefah­ren­ab­wehr durch Prüfung der bau­li­chen, tech­ni­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Brand­schutzmaßnahmen sowie der Ret­tungs­wege, Löschmittel und Brand­schutzpläne. Bei Mängeln erhalten die Eigentümer Fristen zur Besei­ti­gung.

Ret­tungs­wege, Beschil­de­rung und Fluchtmöglich­keiten: Diese Regeln gelten für Clubs und Bars

Wenn Gas­tro­nomen nun ange­sichts der Sil­vester-Kata­strophe in der Schweiz unsi­cher sind, emp­fiehlt Pilz, dass diese sich ein­fach grundsätzlich an die gel­tenden Vor­schriften halten sollen. Das mini­miert die Gefahr und wirkt der Ent­ste­hung sowie der Aus­brei­tung von Feuer ent­gegen.

Pilz: „Flucht­wege müssen klar gekenn­zeichnet, frei von Hin­der­nissen und aus­rei­chend breit sein, um eine schnelle Eva­ku­ie­rung zu ermögli­chen.“ Die Ret­tungsweg-Breite vari­iert je nach zuge­las­sener Per­so­nen­zahl. Wichtig seien auch gut beleuch­tete Ret­tungs­zei­chen sowie min­des­tens zwei von­ein­ander unabhängige Flucht­wege mit ebenen Untergründen.

Heil­bronner Win­ter­dorf ver­zichtet auf Tisch-Feu­er­werk

Das Team des Heil­bronner Win­ter­dorfs hat bereits auf die Sil­vester-Brand-Kata­strophe reagiert: Ab sofort gibt es zu bestellten Cham­pa­gner­fla­schen kein zusätzli­ches Tisch-Feu­er­werk mit Wun­der­kerzen mehr.