QR-Code zur Seite

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Rappenau - Bekenntnis zum Neubau für die Kernstadt

Bad Rappenauvon Nicole Theuer, HSt

Türöffnungen machen Ret­tern zu schaffen

Tätig­keits­be­richte, Wahlen, Beförde­rungen, Ehrungen und ein kleines Bekenntnis zum Großpro­jekt Feu­er­wehr­haus für die Kern­stadt – die Tages­ord­nung der Jah­res­haupt­ver­samm­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Rap­penau war umfang­reich. So umfang­reich wie das abge­lau­fene Berichts­jahr.

214 Einsätze galt es im ver­gan­genen Jahr abzu­ar­beiten, wobei allein 47 Alarme auf Hil­fe­leis­tungen und 45 auf Fehl­alarme durch Brand­mel­de­an­lagen ent­fielen. „Die Ein­satz­be­las­tung ist gleich­blei­bend hoch“, erklärte der stell­ver­tre­tende Kom­man­dant Ilja Woita­schek. „Aktuell bekommen wir die Einsätze mit unserem Per­sonal noch gut abge­wi­ckelt, aber wir hoffen, dass die Ein­satz­be­las­tung in den kom­menden Jahren nicht höher wird.“

Vor allem die Türöffnungen machen den Ret­tern zu schaffen. „Das nimmt zu, dafür haben wir im ver­gan­genen Jahr auf unserer Gemar­kung keine größeren Brand­ge­schehen gehabt.“ Ein Ein­satz ist den Ret­tungskräften beson­ders in Erin­ne­rung geblieben – der Unfall mit dem Falsch­fahrer auf der A6 im ver­gan­genen März mit zwei Toten.

Neubau Neben dem Ein­satz­ge­schehen und Beschaf­fungen wie dem Gerätewagen-Trans­port beschäftigen sich die Ver­ant­wort­li­chen auch weiter mit dem Thema Neubau eines Feu­er­wehr­hauses in der Kern­stadt. Nachdem im Juli der Grund­satz­be­schluss des Gemein­de­rates für den Auf­stel­lungs­be­schluss des Bebau­ungs­plans erfolgt war, wurde das für den Neubau vor­ge­sehe Gelände im Herbst in Teilen gerodet, um das Gelände für Ver­mes­sungs­ar­beiten zugänglich zu machen. „Wir freuen uns, dass das nächste Großpro­jekt nach dem Rapp­sodie das Feu­er­wehr­haus in der Kern­stadt ist“, sagte Woita­schek.

„Das ist ein ganz wich­tiges Thema“, sagte auch Oberbürger­meister Sebas­tian Frei und bekräftigte: „Ich kann sagen, große Teile des Gemein­de­rats und ich stehen dazu, das ist nach dem Rapp­sodie das nächste Großpro­jekt und dabei bleibt es auch.“ Es gebe zwar ver­ein­zelt Gedan­ken­spiele, das Pro­jekt auf­zu­schieben, „das schafft kein Ver­trauen, das schafft Frus­tra­tion und Unsi­cher­heit“. Er stehe dafür, „dass wir so wei­ter­ma­chen, wie wir es geplant haben“.

Doch, nicht nur das Großpro­jekt Feu­er­wehr wird ange­gangen. „Wir haben in diesem Jahr unseren Feu­er­wehr­be­darfs­plan fort­zu­schreiben und arbeiten an einer neuen Entschädigungs­sat­zung“, berich­tete der Rat­haus­chef. „Nachdem die Frage der Sozi­al­ver­si­che­rungs­pflicht durch ein Rechts­gut­achten, das keine Pro­bleme auf uns zukommen sieht, geklärt werden konnte, werden wir wieder in die Dis­kus­sionen ein­steigen.“ Frei streifte auch kurz das Thema von wei­teren Beschaf­fungen und merkte in Rich­tung der zahl­reich erschienen Gemein­de­rats­mit­glieder an, „ich freue mich, wenn der Gemein­derat unseren Emp­feh­lungen folgt. Wir schauen, dass wir einen Haus­halt hin­be­kommen, der auch die Bedarfe der Feu­er­wehr deckt.“

Gute Ent­wick­lung Sehr zufrieden zeigte sich Ilja Woita­schek mit der Ent­wick­lung bei der Jugend­feu­er­wehr: „Wir haben 121 Jugend­liche, sind damit gut auf­ge­stellt und die größte Jugend­feu­er­wehr im Land­kreis.“ Er betonte aber auch, zwin­gend so viel Nach­wuchs zu benötigen, um bei den Aktiven leis­tungs­stark zu bleiben.“

Ein wei­terer wich­tiger Punkt an diesem Abend in der Heins­heimer Josef-Müller-Halle: die Wahl der stell­ver­tre­tenden Kom­man­danten. Neben dem haupt­amt­li­chen Kom­man­danten Felix Mann, der im ver­gan­genen Jahr sein 15-jähriges Dienst­jubiläum feiern konnte, und seinem haupt­amt­li­chen Stell­ver­treter Conrad Wagen­bach sieht die Sat­zung zwei ehren­amt­liche Stell­ver­treter vor.

Bereits zum dritten Mal kan­di­dierte Thomas Wachno als erster stell­ver­tre­tender Kom­man­dant, während sich Woita­schek zum zweiten Mal dem Votum der Aktiven stellte. Um es vorweg zu nehmen: Beide wurden mit großer Mehr­heit gewählt und waren sicht­lich erfreut. „Ihr macht mich sprachlos“, sagte Wachno, „viel größer kann das Ver­trauen kaum mehr sein.“

Ehrungen:

Neben den ver­schie­denen Tätig­keits­be­richten, Wahlen und Beförde­rungen standen auch Ehrungen an. Sieben Aktive durften sich über die Ehren­zei­chen in Bronze, Silber und Gold freuen. Ilja Woita­schek, der Abtei­lungs­kom­man­dant der Abtei­lung Grom­bach, Bernd Gleichauf, sowie sein Stell­ver­treter Heiko Dorsch erhielten die Ehren­nadel des Kreis­feu­er­wehr­ver­bands. Mit der Ehren­nadel der Jugend­feu­er­wehr Baden-Württem­berg in Silber wurden Patrick Söhner, Tobias Schuch, Carolin Wagen­bach, Martin Gabel und Michael Büchele geehrt. Harald Scholz wurde zum Ehren­ab­tei­lungs­kom­man­danten ernannt. nit