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Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ittlingen

Ittlingenvon Alexander Fink, Feuerwehr Ittlingen

Am Samstag, den 15. Februar 2025, fand die Haupt­ver­samm­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Itt­lingen statt. Um 19 Uhr fanden sich zahl­reiche Feu­er­wehr­angehörige sowie gela­dene Gäste zum gemein­samen Essen in der Fest­halle ein.

Nachdem man sich mit Schnitzel und Kar­tof­fel­salat gestärkt hatte, eröffnete Kom­man­dant Flo­rian Hernik um kurz nach 20 Uhr den offi­zi­ellen Teil.

Er begrüßte die zahl­reich anwe­senden Feu­er­wehr­ka­me­ra­dinnen und Kame­raden der Ein­satz­ab­tei­lung, der Alters­ab­tei­lung und der Jugend­feu­er­wehr. Weiter freute er sich darüber, Bürger­meister Kai Koh­len­berger, die Ver­treter des Gemein­de­rats, Ehren­kom­man­dant Wolf­gang Lackner, Kreis­brand­meister Bernd Halter, den stell­ver­tre­tenden Stadt­kom­man­danten der Eppinger Wehr, Alex­ander Schmidt, von der Feu­er­wehr Kirchardt Kom­man­dant Markus Bucher und Holger Grimm sowie die Ver­treter des DRK Orts­ver­eins Itt­lingen begrüßen zu dürfen.

Zur präsen­tierten Tages­ord­nung, welche recht­zeitig im Mit­tei­lungs­blatt der Gemeinde veröffent­licht und den Anwe­senden im Vor­feld als Ein­la­dung zuge­stellt wurde, gab es keine Anre­gungen oder Einwände.

Der umfang­reiche Bericht des Schriftführers wird nicht mehr vor­ge­tragen. Dieser wurde als Jah­res­be­richt den Kame­ra­dinnen und Kame­raden im Vor­feld der Haupt­ver­samm­lung digital zuge­stellt. Die Gäste erhielten ein gedrucktes Exem­plar. Der Jah­res­be­richt ist auch auf der Web­seite der Feu­er­wehr unter der Rubrik Down­loads abrufbar.

Es folgte eine Schwei­ge­mi­nute, in wel­cher man aller ver­stor­benen, ver­missten und gefal­lenen Feu­er­wehr­ka­me­raden gedachte.

Jugend­grup­pen­leiter Tobias Hadammök berich­tete von aktuell sech­zehn Mit­glie­dern in der Jugend­feu­er­wehr, dar­unter sechs Mädchen. Die Übungs­be­tei­li­gung liegt bei stolzen 89%. Dies sei für die Ver­ant­wort­li­chen der Spiegel für eine anspre­chend gestal­tete Jugend­ar­beit. Aktuell helfen zehn Betreuer aus der Ein­satz­ab­tei­lung bei den Übungen, jedoch gäbe es wei­terhin einen Mangel an Maschi­nisten.

Im Berichts­jahr bekam die Jugend­gruppe gleich dreimal Zuwachs, zum einen durften zwei Kinder von den Feuerkäfern über­nommen werden, zum anderen gab es einen externen Zugang. Die regulären Übungen fanden 14-tägig mitt­wochs statt. Diese beinhal­teten neben der klas­si­schen Brandbekämpfung auch Funkübungen und Kno­bel­auf­gaben sowie die Themen Erste Hilfe und Ret­tung; hier war es sogar möglich, einen rich­tigen Ret­tungs­wagen ins Gerätehaus zu bekommen.

High­lights des Jahres waren unter anderem der Aus­flug nach Trips­drill, die Adven­ture-Tour der Kreis­ju­gend­feu­er­wehr in Gem­mingen sowie eine 24-Stunden-Übung, welche einer Schicht bei der Berufs­feu­er­wehr nach­emp­funden war. Wei­tere und ausführliche Infor­ma­tionen zu den Aktionen der Jugend­gruppe findet man im Jah­res­be­richt des Schriftführers.

Für das lau­fende Jahr sind neben den regulären Übungen meh­rere beson­dere Aktivitäten geplant. Dar­unter eine Fahr­rad­tour zur Eppinger Feu­er­wehr, ein Besuch bei der Heil­bronner Berufs­feu­er­wehr und beim Tech­ni­schen Hilfs­werk, eben­falls in Heil­bronn. Auch möchte man mit der Jugend Mini­golf spielen gehen. Er bedankte sich bei allen Jugend­li­chen, deren Eltern, den Betreuern, der Gemein­de­ver­wal­tung und dem Gemein­derat für die Unterstützung.

Tobias Hadammök fuhr nun, stell­ver­tre­tend für die Kin­der­grup­pen­lei­terin Verena Holz­warth, mit dem Bericht der Feuerkäfer fort. Aktuell besu­chen neun Kinder regelmäßig die Kin­der­feu­er­wehr, betreut werden sie von vier Betreuern. Zwei Kinder durften an die Jugend­gruppe überg­eben werden. Im ver­gan­genen Jahr wurde in Koope­ra­tion mit der Feu­er­wehr Eppingen das Leis­tungs­ab­zei­chen Kin­der­funke erworben. Im Oktober fuhr man nach Bra­cken­heim. Die dor­tige Kin­der­feu­er­wehr fei­erte Jubiläum und ver­an­stal­tete Stadt­spiele, bei denen sowohl Kinder als auch Betreuer großen Spaß hatten. In einer kurzen Bil­der­show ließ er das Feuerkäfer­jahr noch einmal Revue pas­sieren. Für das lau­fende Jahr sind zwei Ausflüge geplant. Wohin es geht, ist noch nicht fest­ge­legt. Außerdem feiern die Feuerkäfer ihr zehnjähriges Bestehen. Ein großes Dan­keschön geht an alle Kinder, deren Eltern und vor allem an die Betreuer, welche alle­samt auch bei der Jugend­gruppe helfen und dadurch sehr viel ihrer freien Zeit in die Nach­wuchsförde­rung der Wehr inves­tieren.

Als nächster Tages­ord­nungs­punkt infor­mierte Kas­sen­ver­walter Johannes Uhler über die Ein­nahmen und Aus­gaben der Kame­rad­schafts­kasse sowie über den aktu­ellen Kas­sen­stand. Die höchsten Aus­gaben gab es im ver­gan­genen Jahr für Getränke. Im lau­fenden Jahr hofft man auf der Ein­nah­men­seite vor allem auf ein erfolg­rei­ches Dorf­fest. Auf der Aus­ga­ben­seite sind einige größere Posten geplant, wie z.B. die Getränke­kosten und eine Bezu­schus­sung für den Aus­flug.

Kas­senprüfer Markus Uhler beschei­nigte, auch im Namen von Kas­senprüferin Verena Holz­warth, eine lücken­lose Kas­senführung. Beide haben im Januar die Kasse geprüft, jede Buchung ist mit Beleg vor­handen, alles ist sauber und ordent­lich ein­ge­pflegt. Die Kas­senprüfer emp­fehlen der Ver­samm­lung, der Ent­las­tung des Kas­siers zuzu­stimmen.

Es folgten der Jah­resrückblick und die Vor­schau des Feu­er­wehr­kom­man­danten. Flo­rian Hernik infor­mierte über den Mit­glie­der­stand. Die Wehr besteht zum Ende des ver­gan­genen Jahres aus vier­und­neunzig Per­sonen, davon vier­undfünfzig in der Ein­satz­ab­tei­lung, sechs­zehn in der Jugend­gruppe, fünfzehn in der Kin­der­gruppe und neun in der Alters­mann­schaft. Der Per­so­nal­stand der Ein­satz­ab­tei­lung wird sich nach der heu­tigen Über­nahme in den aktiven Dienst auf acht­undfünfzig Mit­glieder erhöhen.

Durch Aus- & Fort­bil­dung konnte die Qua­li­fi­ka­tion der Wehr auch im ver­gan­genen Jahr weiter erhöht werden. Ob Atem­schutzgeräteträger, Jugend­wart, Maschi­nist, Motorsägen-Kurs oder Zugführer; zahl­reiche Aus­bil­dungen und Lehrgänge wurden sowohl auf Kreis- als auch auf Lan­des­ebene absol­viert. Eine präzise Auf­lis­tung der Lehrgänge findet man im Jah­res­be­richt.

Nun ging er auf die sie­ben­und­dreißig Einsätze ein. Diese glie­derten sich auf in acht Brände, elf Tech­ni­sche Hil­fe­leis­tungen, zwei Tier­ret­tungen, zwei Gefahr­gut­einsätze, neun Brand­si­cher­heits­wach­dienste und fünf durch auto­ma­ti­sche Brand­mel­de­an­lagen ausgelöste Alarme. Zwanzig Einsätze waren im Zeit­raum zwi­schen 6 und 18 Uhr, sieb­zehn Einsätze zwi­schen 18 und 6 Uhr abzu­ar­beiten. Ins­ge­samt wurden neun­hun­dert Ein­satz­stunden geleistet. Bei Übungen, Arbeits­einsätzen und Lehrgängen wurden zusätzlich etwa vier­tau­send Stunden erbracht.

Das Jahr begann mit dem Ver­kehrs­un­fall zwi­schen Itt­lingen und Kirchardt am zweiten Januar, bei wel­chem sich ein Fahr­zeug mehr­fach über­schlagen hatte. Die ver­unglückte junge Dame war zwar nicht ein­ge­klemmt, konnte jedoch das auf der Seite lie­gende Fahr­zeug nicht selbständig ver­lassen. Sie wurde von der Feu­er­wehr befreit und an den Ret­tungs­dienst überg­eben. Zwei Trak­to­renbrände beschäftigten die Wehr im Mai und Juni, die beide glimpf­lich aus­gingen. Es gab eine Nottüröffnung, bei der man die von der Polizei als hilflos ver­mu­tete Person wohl­be­halten auf­finden konnte.

Außergewöhnlich waren die beiden Einsätze zur Auf­recht­erhal­tung der Ein­satz­be­reit­schaft während des U-Boot Schwer­trans­ports. Hier hielten sich an zwei auf­ein­an­der­fol­genden Tagen Ein­satzkräfte der Wehr stets ausrückbe­reit im Gerätehaus und zeit­weise an im Vor­feld stra­te­gisch fest­ge­legten Orten auf, um im Ein­satz­fall die gesetz­liche Hilfs­frist gewährleisten zu können. Der Ver­kehrs­un­fall zwi­schen Itt­lingen und Kirchardt im Sep­tember, bei dem sich ein PKW mehr­fach über­schlug, ging trotz der hef­tigen Unfall­ki­ne­matik für den jungen Fahrer noch einmal gut aus; dieser konnte das Fahr­zeug selbständig ver­lassen und wurde bis zum Ein­treffen des Ret­tungs­diensts betreut.

Der ein­drucks­vollste Ein­satz des Jahres war der Brand einer Lager­halle in der eng bebauten Mühlgasse, bei wel­chem auch der neue Anhänger Strom/Licht seine Feu­er­taufe erhielt. Die sehr gute inter­kom­mu­nale Zusam­men­ar­beit zwi­schen den betei­ligten Wehren aus Eppingen, Kirchardt und Itt­lingen hat sich einmal mehr auch bei diesem Ein­satz gezeigt. Durch das schnelle und umsich­tige Vor­gehen konnte eine Brand­aus­brei­tung auf wei­tere Gebäude ver­hin­dert werden. Es gab neun Brand­si­cher­heits­wach­dienste in der Fest­halle. Diese ent­fallen zukünftig, da dort eine auto­ma­ti­sche Brand­mel­de­an­lage in Betrieb genommen wurde.

Die Wehr wartet immer noch auf ihren drin­gend benötigten Gerätewagen, der eigent­lich spätes­tens Ende Januar 2024 das fast fünfzig Jahre alte Löschgrup­pen­fahr­zeug LF8 hätte ersetzen sollen. Der ver­bind­liche Lie­fer­termin wurde sei­tens des Auf­bau­her­stel­lers nicht ein­ge­halten. Hier sind Bürger­meister und Gemein­de­ver­wal­tung mit Nach­druck bemüht, eine Lösung zu finden. Das neue Hil­fe­leis­tungslöschgrup­pen­fahr­zeug HLF10 soll Ende des Jahres in Dienst gestellt werden, es wird das über dreißig Jahre alte Löschgrup­pen­fahr­zeug LF8/6 ersetzen. Die Beschaf­fungs­kosten belaufen sich auf rund 640.000 Euro. Wie enorm die Preis­stei­ge­rungen im Bereich Feu­er­wehr­fahr­zeuge sind, erkennt man unter anderem daran, dass ein vor zwei Jahren von der Kirchardter Feu­er­wehr beschafftes, nahezu bau­glei­ches HLF, fast 200.000 Euro weniger kos­tete.

Im lau­fenden Jahr müssen die Atem­schutzgeräte durch Über­druckgeräte aus­ge­tauscht werden. Die Her­steller werden bald keine Ersatz­teile mehr für die Geräte lie­fern, außerdem läuft auch die Norm für die Nor­mal­druckgeräte aus. Die Beschaf­fungs­kosten werden rund 50.000 Euro betragen. Der Fuhr­park hat sich im ver­gan­genen Jahr mit dem Anhänger Strom/Licht erwei­tert. Die Maschi­nisten wurden in die neue Gerätschaft ein­ge­wiesen und diese wird auch regelmäßig beübt. Der Anhänger ist Bestand­teil der Großschad­energänzungs­ein­heiten (GSE) des Land­kreises und in Itt­lingen sta­tio­niert. Der Gerätewagen für die GSE wird hof­fent­lich noch dieses Jahr aus­ge­lie­fert. Der eben­falls zur GSE gehörende Mann­schafts­trans­port­wagen, wel­cher in Kirchardt sta­tio­niert wird, steht bereits kurz vor der Übergabe, sodass die Ein­heit wahr­schein­lich noch in diesem Jahr offi­ziell in Dienst gestellt werden kann.

Es wurden nun end­lich auch das Gerätehaus und die Fahr­zeuge auf Digi­talen Sprech­funk umge­stellt. Alle Kame­ra­dinnen und Kame­raden der Ein­satz­ab­tei­lung wurden an der neuen Funk­technik geschult. Im Jahr 2026 muss auch der Ein­satz­stel­len­funk digi­ta­li­siert werden, hier kommen dann erneut Kosten auf die Kom­mune zu.

Im Oktober gab es einen Foto­termin, hierfür hatte man wieder die Foto­grafin Jana Kachel aus Elsenz gewinnen können. Sie hatte 2018 die Fotos für das 150-jährige Feu­er­wehr­jubiläum gemacht. Es sind wieder zahl­reiche schöne Bilder ent­standen.

Nun war Kom­man­dant Flo­rian Hernik am Ende seiner Ausführungen ange­langt und übergab das Wort an Bürger­meister Kai Koh­len­berger. Dieser begrüßte, auch im Namen der Gemeinde, die Feu­er­wehr­ka­me­ra­dinnen und Feu­er­wehr­ka­me­raden und beson­ders auch Ehren­kom­man­dant Wolf­gang Lackner nebst Gattin. Er begrüßte die Gäste, Gemeinderäte, die Ver­treter vom Roten Kreuz und die Part­ne­rinnen und Partner der Ein­satzkräfte, von denen eine größere Zahl eben­falls zur Haupt­ver­samm­lung gekommen war.

Er erin­nerte an das Jahr 2022, in wel­chem man auf­grund der damals gel­tenden Pan­de­mie­vor­schriften schon einmal auf die Fest­halle als Ver­an­stal­tungsort für die Haupt­ver­samm­lung hat aus­wei­chen müssen. Weil es momentan keine Gas­tro­nomie in Itt­lingen gibt, welche von ihren Räumlich­keiten her die große Per­so­nen­zahl auf­nehmen kann, habe man sich nun erneut für die Fest­halle ent­schieden.

Wieder einmal liegt ein ereig­nis­rei­ches Jahr hinter der Itt­linger Feu­er­wehr. Mit sie­ben­und­dreißig Einsätzen ist dies der dritthöchste Wert in den ver­gan­genen zehn Jahren. Fast die Hälfte der Einsätze war in der wenig fami­li­en­freund­li­chen Zeit­spanne zwi­schen 18 Uhr abends und 6 Uhr mor­gens. Sein persönli­cher Dank ergeht an die Angehörigen der Wehr­leute für das Verständnis und die Gewährung des familiären Rückhalts.

Beim Brand­ein­satz in der Mühlgasse wurde durch ein gutes und koor­di­niertes Vor­gehen eine Brand­aus­brei­tung und somit viel­leicht gar eine Brand­ka­ta­strophe ver­hin­dert. Dieser wären wahr­schein­lich meh­rere Gebäude zum Opfer gefallen, da die Mühlgasse durch ihre kom­pakte Bebauung mit vielen ehe­mals land­wirt­schaft­lich genutzten Gebäuden eine enorme Brand­last auf­weist. Ein Dan­keschön geht an die benach­barten Feu­er­wehren aus Eppingen und Kirchardt für die geleis­tete Über­land­hilfe.

Der Schwer­trans­port eines U-Boots im Juli hatte bereits die Wochen zuvor die gesamte Gemein­de­ver­wal­tung auf Trab gehalten. Während seines gesamten Land­trans­ports hielt sich das Boot die längste Zeit am Stück auf Itt­linger Gemar­kung auf. Dies bedeu­tete, gerade was ver­kehrs­recht­liche Anord­nungen angeht, im Vor­feld viel Arbeit für die Gemein­de­ver­wal­tung. Für tau­sende Men­schen waren der Auf­ent­halt und der Trans­port ein großes Event, an dem man nach Itt­lingen kam, um sich das Boot anzu­schauen und es sich dabei auch kuli­na­risch gut gehen zu lassen. Durch die großen Men­schen­massen und den Trans­port selbst war die Gemeinde diens­tag­abends und den ganzen Mitt­woch sozu­sagen zwei­ge­teilt. Des­halb war es erfor­der­lich, dass man die Ein­satz­be­reit­schaft der Feu­er­wehr derart gewährleistet, dass inner­halb der gesetz­li­chen Hilfs­frist jeder Ort auf der Gemar­kung erreicht werden kann. Durch eine ständige Wach- & Fahr­zeug­be­set­zung konnte man diesem Pro­blem adäquat begegnen und war bes­tens auf den Ein­satz­fall vor­be­reitet, wel­cher dann glückli­cher­weise nicht ein­ge­treten ist. In diesem Sommer soll das U-Boot wahr­schein­lich aus­stel­lungs­fertig werden, inklu­sive eines Imax-Films über den Trans­port. Es sei zwar schon ein Feu­er­wehr­aus­flug geplant, das U-Boot könnte aber auf jeden Fall ein wei­teres Aus­flugs­ziel für die Feu­er­wehr sein. Im Blick auf das Enga­ge­ment der Wehr wird Bürger­meister Koh­len­berger so frei sein und der Muse­umsführung mit­teilen, dass man hier auf eine Ein­la­dung durchaus positiv reagieren würde.

Die im Bericht von Jugend­grup­pen­leiter Tobias Hadammök erwähnten zahl­rei­chen Aktivitäten der Jugend­feu­er­wehr zeugen von einer sehr aktiven Jugend­ar­beit. Diese ist außeror­dent­lich wichtig, um die per­so­nelle Zukunft der Itt­linger Feu­er­wehr sicher­zu­stellen. Für dieses großartige Enga­ge­ment ergeht sein persönli­cher Dank an den ehe­ma­ligen Jugend­wart, Felix Nagel, sowie an den Inte­rims­ju­gend­wart Tobias Hadammök und dessen Stell­ver­tre­terin Judith Brenner, an die Lei­terin der Kin­der­feu­er­wehr Verena Holz­warth und an alle Betreuer, die zahl­reiche ehren­amt­liche Stunden für den Nach­wuchs der Feu­er­wehr inves­tiert haben.

Eben­falls lobend erwähnte er den sehr guten Aus­bil­dungs­stand der Wehr. Immer wieder finden nicht nur Lehrgänge auf Lan­des­ebene, son­dern auch gemein­same, sehr gut funk­tio­nie­rende Aus- & Fort­bil­dungen mit den Nach­bar­kom­munen statt. Der hohe Aus­bil­dungs­stand ist ein maßgeb­li­cher Ver­dienst der Feu­er­wehrführung. Hierfür qua­li­fi­zieren sich Flo­rian Hernik, Jonas Ebert und Maxi­mi­lian Keller stets weiter und bringen als Aus­bilder zahl­reiche Stunden in die Aus- & Fort­bil­dung ihrer Kame­ra­dinnen und Kame­raden ein.

Bürger­meister Koh­len­berger berich­tete nun von enormen Aus­gaben für die Feu­er­wehr. Die Beschaf­fung des Gerätewagen-Trans­port und des neuen Hil­fe­leis­tungslöschgrup­pen­fahr­zeugs bindet fast eine drei­viertel Mil­lion Euro im doch recht über­schau­baren kom­mu­nalen Haus­halt. Das ist eine große finan­zi­elle Last, die die Gemeinde hier zu tragen hat, doch trägt sie diese gerne. Der Gemein­de­ver­wal­tung ist bewusst, dass es wichtig ist, eine gut aus­ge­stat­tete Feu­er­wehr mit modernen Fahr­zeugen zu haben, um auch in Zukunft bestmöglich auf alle Her­aus­for­de­rungen reagieren zu können. Die Inves­ti­tionen sind auch ein Zei­chen der Wertschätzung für die ehren­amt­lich erbrachte Arbeit der Kame­ra­dinnen und Kame­raden. Die heu­tige Präsenz der Ver­treter des Gemein­de­rates bei der Haupt­ver­samm­lung und die Tat­sache, dass es in Zeiten der Haus­halts­kon­so­li­die­rung bezüglich des erhöhten Feu­er­wehr­haus­halts über­haupt keine Dis­kus­sion im Gre­mium gab, seien eben­falls Aus­druck für die Wertschätzung, welche dem Enga­ge­ment der Itt­linger Wehr­leute ent­ge­gen­ge­bracht wird. Allein die Umstel­lung auf Digi­tal­funk und die Umrüstnot­wen­dig­keit der Atem­schutzgeräte bindet in Summe nochmal einen kom­pletten Feu­er­wehr-Jah­res­haus­halt; hier gab es kei­nerlei Dis­kus­sion bezüglich irgend­wel­cher Strei­chungen, geht es doch um die Sicher­heit aller Itt­linger Bürge­rinnen und Bürger. Bürger­meister Koh­len­berger sprach an dieser Stelle seinen persönli­chen Dank an die Gemeinderäte für die Unterstützung und Wertschätzung der Feu­er­wehr aus.

Diese hohe Wertschätzung erfährt die Wehr auch über­re­gional, nicht nur im Rahmen der Über­land­hilfe mit den Nach­bar­ge­meinden Eppingen und Kirchardt, son­dern auch im Land­kreis mit der Behei­ma­tung einer Großscha­densergänzungs­ein­heit. Er hieß in diesem Zuge auch Kreis­brand­meister Bernd Halter herz­lich will­kommen. Die Gemeinde freue sich, am 28. und 29. März Gast­geber der Dienst­ver­samm­lungen des Kreis­feu­er­wehr­ver­bands und seiner Dele­gierten zu sein.

Einsätze wie Brandbekämpfungen und Tech­ni­sche Hil­fe­leis­tungen gehören zum Stan­dard­pro­gramm einer Feu­er­wehr. Der frei­wil­lige Ein­satz für das Wohl unserer Gemein­schaft ist eine der höchsten Tugenden die unsere Gesell­schaft, ins­be­son­dere in den aktuell schweren Zeiten, prägen kann. Was die frei­wil­lige Feu­er­wehr Itt­lingen leistet, geht weit über das hinaus, was man von einer Feu­er­wehr erwarten kann. Sie steht nicht nur Tag und Nacht bereit, um Leben zu retten, Brände zu löschen und bei Notfällen Hilfe zu leisten - allein hierfür gebührt allen Feu­er­wehr­leuten tiefer Dank und die höchste Aner­ken­nung – son­dern bringt sich auch noch auf vielfältige Weise in das Mit­ein­ander der Dorf­ge­mein­schaft ein. Die Teil­nahme an der Kerwe, am Dorf­fest, die Mit­wir­kung beim Kin­der­fe­ri­en­pro­gramm oder auch die Unterstützung der Gemeinde zuletzt beim Ehren­abend im ver­gan­genen Jahr und in Kürze beim Neubürger­emp­fang im März geht weit über das Stan­dard­port­folio einer Frei­wil­ligen Feu­er­wehr hinaus und ist nicht selbst­verständlich. Dieses Enga­ge­ment ist für Bürger­meister Koh­len­berger auch ein Aus­druck des guten Mit­ein­an­ders zwi­schen der Gemeinde und ihrer Feu­er­wehr und zeige, dass das in die Wehr inves­tierte Geld gut ange­legt ist. Er bedankte sich sowohl persönlich als auch im Namen des Gemein­de­rats und der Bevölke­rung bei den Feu­er­wehr­ka­me­ra­dinnen und Feu­er­wehr­ka­me­raden für die meh­rere tau­send Stunden umfas­sende, geleis­tete ehren­amt­liche Arbeit.

Der Kom­man­dant hat die Verzögerung bei der Aus­lie­fe­rung des Gerätewagen-Trans­port bereits ange­spro­chen. Das Ganze ist mitt­ler­weile ein Ärgernis. Man ist sich bewusst, dass es bei Fahr­zeugen seit einigen Jahren Lie­fer­verzögerungen gäbe. Nichts­des­to­trotz ist das Thema für Gemeinde und Feu­er­wehr fast schon müßig, dies beginnt bereits bei der Kom­mu­ni­ka­tion mit dem Auf­bau­her­steller, wel­chen man beim dama­ligen Besuch eigent­lich als positiv in Erin­ne­rung behalten hatte. Mitt­ler­weile bekommt man von diesem nicht einmal mehr Ant­worten auf Anfragen, geschweige denn ver­bind­liche Lie­fer­ter­mine. Beson­ders ärger­lich sei, dass das Fahr­zeug als maßgeb­li­cher Teil des Feu­er­wehr­be­darfs­plans vor­ge­sehen ist. Die Feu­er­wehr ist eine gesetz­liche Pflicht­auf­gabe der Gemeinde, diese kann aktuell nicht vollumfänglich erfüllt werden, weil eben dieses Fahr­zeug fehlt. Die Pro­ble­matik mit dem fast fünfzig Jahre alten Löschgrup­pen­fahr­zeug ist den meisten Anwe­senden bekannt. Viele haben die Bilder noch vor Augen, in denen man das Fahr­zeug mit Mus­kel­kraft von Einsätzen zurückbringen musste. Man wisse nicht, ob und wann viel­leicht ein Total­aus­fall ein­treten wird. Das ganze Thema ist für die Kom­mune auch eine Frage der Haf­tung und Sicher­heit. Das Verständnis für den Lie­fer­verzug ende bei Dis­kus­sionen mit dem Geschäftsführer des Auf­bau­her­stel­lers, der behaupte, dieser wäre aus­schließlich der späten Aus­lie­fe­rung des Fahr­ge­stells durch den Fahr­zeug­her­steller geschuldet. Hier ist zu sagen, dass die Gemeinde jedoch keinen Ver­trag mit dem Fahr­zeug­her­steller, son­dern mit dem Auf­bau­her­steller abge­schlossen hat. Laut Ver­trags­un­ter­lagen findet die Aus­lie­fe­rung des fer­tig­ge­stellten Feu­er­wehr­fahr­zeugs vier Monate nach Anlie­fe­rung des Fahr­ge­stells statt. Damit ist der Lie­fer­verzug spätes­tens seit April 2024 ein­ge­treten. Man ist trotzdem guter Hoff­nung, dass man im nächsten halben Jahr kon­krete Ter­mine genannt bekommt. Bürger­meister Koh­len­berger ver­si­chert, dass sowohl er als auch Feu­er­wehr­kom­man­dant Hernik mit Nach­druck an der Lösung dieses Pro­blems arbeiten.

Bei der heu­tigen Haupt­ver­samm­lung finden die Wahlen der Feu­er­wehrführung und der Jugend­feu­er­wehr statt. Damit werden die Wei­chen für die kom­menden fünf Jahre gestellt. Er bedankte sich bei allen Ver­ant­wort­li­chen, die sich in den ver­gan­genen Jahren in ihrer jewei­ligen Funk­tion in die Itt­linger Feu­er­wehr ein­ge­bracht haben. Sein Dank galt auch allen Kan­di­da­tinnen und Kan­di­daten für die Bereit­schaft, in Zukunft in der Feu­er­wehr eine Ver­ant­wor­tungs­po­si­tion zu über­nehmen. Dies ist in Zeiten eines all­ge­mein nach­las­senden ehren­amt­li­chen Enga­ge­ments keine Selbst­verständlich­keit.

Er freue sich darüber, dass bei der heu­tigen Ver­samm­lung wieder Beförde­rungen und Über­nahmen in den aktiven Ein­satz­dienst vor­ge­nommen werden können. Des­wegen werden sich die Akti­ven­zahlen wieder einmal nach oben kor­ri­gieren. Vor wenigen Jahren wurde der An- und Umbau des Gerätehauses abge­schlossen und heute werden so langsam die Spinde knapp. Dies zeige, dass man sich in Itt­lingen um die Schlagkräftig­keit der Feu­er­wehr auch in Zukunft keine Sorgen machen muss. Er bedankte sich für die Auf­merk­sam­keit und wünschte allen Ein­satzkräften stets eine gesunde Rückkehr von ihren Einsätzen.

Nun hatten die Anwe­senden die Möglich­keit, sich zu allem bisher gehörten zu äußern. Als hiervon kein Gebrauch gemacht wurde führte Bürger­meister Koh­len­berger die Ent­las­tung der Feu­er­wehrführung sowie aller Amts­in­haber durch. Diese wurde ein­stimmig per Akkla­ma­tion durch die wahl­be­rech­tigten Mit­glieder erteilt.

Nun wurden Lukas Bölz, Jannic Fuhr­mann, Jule Keitel, Luca Kirchgeßner, Jason Scheit­hauer und Andreas Schöneck per Hand­schlag in den aktiven Ein­satz­dienst über­nommen.

Danach wurden Stefan Kompe zum Haupt­feu­er­wehr­mann und nach erfolg­rei­cher Aus­bil­dung an der Lan­des­feu­er­wehr­schule Tobias Hadammök zum Lösch­meister (Grup­penführer) sowie Peter Keitel zum Brand­meister (Zugführer) befördert.

Kreis­brand­meister Bernd Halter eröffnete seine Grußworte mit einer Respekts­be­kun­dung gegenüber Zugführer Peter Keitel, wel­cher mit über 50 Jahren noch einmal für die Feu­er­wehr vier­zehn Tage lang die Schul­bank gedrückt hat. Das Thema Nach­wuchs ist stets brand­ak­tuell bei den Feu­er­wehren. Während die Jugend­feu­er­wehren erfreu­li­cher­weise einen Zuge­winn an jungen Leuten haben, ist es bei den Ein­satz­ab­tei­lungen mit­unter ein Pro­blem, dass viele Aktive ab etwa 55 Jahren in die Alters­ab­tei­lung wech­seln. Daher freue es ihn sehr, wenn auch lang­ge­diente Kame­raden sich noch wei­ter­bilden und der Feu­er­wehr mit ihrer Erfah­rung wei­terhin zu Verfügung stehen.

Er bedankte sich für die Ein­la­dung zur heu­tigen Jah­res­haupt­ver­samm­lung und das gute Essen. Die Haupt­ver­samm­lungen seien für die Auf­sichtsbehörde immer eine Gele­gen­heit, auch einmal von dem zu berichten, was sich gerade auf Land­kreis­ebene im Bereich des Feu­er­wehr­we­sens tue. Für ihn und seine drei Stell­ver­treter ist es eine Ehren­sache, dass man den Ein­la­dungen zu den Haupt­ver­samm­lungen nach­kommt. Im Ange­sicht zahl­rei­cher Ter­mine ist dies leider nicht immer möglich, er bitte daher um Verständnis, wenn einmal eine Ein­la­dung abge­sagt werden muss.

Der Ukrai­ne­krieg hat tief­grei­fende Aus­wir­kungen auf ver­schie­denste Bereiche, sei es wirt­schaft­lich durch Preis­stei­ge­rungen oder aber durch die Her­aus­for­de­rungen, die ins­be­son­dere für den Land­kreis und die Kom­munen ent­stehen; hier vor allem bei der Inte­gra­tion der aus der Ukraine geflüchteten Men­schen. Hinzu kommt die geo­po­li­ti­sche Sta­bilität, die durch die von Russ­land betrie­bene soge­nannte hybride Kriegsführung unmit­telbar bedroht wird. Fach­leute sind sich einig, dass man sich aktuell in einem Zustand befinde, der noch nicht den for­mellen Ver­tei­di­gungs­fall dar­stellt, aber der auch kein wirk­li­cher Frieden mehr ist. Als NATO-Partner ist man selbst­verständlich von den Aus­wir­kungen betroffen. Dazu zählen Des­in­for­ma­tion, Cyber­an­griffe und Sabo­ta­ge­ak­tionen, welche auch im Land­kreis und in den Kom­munen spürbar sind.

Nach dem ernüchternden Auf­tritt der USA bei der Münchener Sicher­heits­kon­fe­renz stehe man vor großen Her­aus­for­de­rungen. Beson­ders diese sub­tilen Bedro­hungen erfor­dern ein hohes Maß an Resi­lienz. Es wird immer deut­li­cher, dass man nicht nur digi­tale Sicher­heit benötige, son­dern vor allem eine ver­trau­ens­volle Zusam­men­ar­beit auf allen Ebenen. Beson­ders die Orga­ni­sa­tionen im Brand- und Bevölke­rungs­schutz werden in Zukunft mit neuen und erwei­terten Auf­gaben kon­fron­tiert. Dies gilt auch für die zuneh­menden wit­te­rungs­be­dingten Einsätze, die eben­falls eine große Her­aus­for­de­rung dar­stellen.

Die Aus­wir­kungen dieser Ent­wick­lungen führen zwangsläufig zu inter­kom­mu­nalen und kreisüberg­rei­fenden Hil­fe­sys­temen, da ein­zelne Gemeinden nicht mehr in der Lage sein werden, dies alles allein zu stemmen. Hier in Itt­lingen sei man im Bereich der inter­kom­mu­nalen Zusam­men­ar­beit bereits auf einem guten Weg. Die seit Jahren gemeinsam durchgeführte Alar­mie­rung zusammen mit Kirchardt ist ein Bei­spiel für eine Koope­ra­tion, die inzwi­schen ganz selbst­verständlich und ohne größere Kom­pli­ka­tionen funk­tio­niert.

Diese Zusam­men­ar­beit war eine wich­tige Grund­lage für die Ent­schei­dung des Land­kreises, dass eine Großscha­densergänzungs­ein­heit (GSE) in Itt­lingen und Kirchardt sta­tio­niert wird. Das Ziel des Land­kreises, die inter­kom­mu­nale Zusam­men­ar­beit weiter zu fördern und aus­zu­bauen, lässt sich hier pro­blemlos umsetzen. Einen herz­li­ches Dan­keschön an die Feu­er­wehren Itt­lingen und Kirchardt, die sich bereit erklären, zukünftig im Ernst­fall dann auch zu Großscha­dens­lagen im gesamten Land­kreis und darüber hinaus auszurücken.

Die GSE bestehen aus zwei Fahr­zeugen: einem geländegängigen Mann­schafts­trans­port­wagen und einem eben­falls geländegängigen Gerätewagen, der mit Beleuch­tung, Strom­erzeuger, Motorsägen, Dach­deck­er­werk­zeugen, Not­planen und allem aus­ge­stattet ist, was bei wit­te­rungs­be­dingten Scha­dens­lagen gebraucht wird. Außerdem gibt es einen Werk­statt­wagen, eine Hygie­ne­sta­tion und Not­ra­tionen an Bord, damit die Ein­heiten 12 bis 24 Stunden autark agieren können.

Das System der GSE-Ein­heiten wird dabei nicht nur bei den beiden Fahr­zeugen enden, son­dern ist wesent­lich viel­schich­tiger und tief­grei­fender ange­legt. Ein Bei­spiel hierfür sind die Hoch­wasser-Schub­boote, mit denen zwei Ein­heiten aus­ge­stattet werden. In Zusam­men­ar­beit mit dem DLRG, das spe­ziell aus­ge­bil­dete Ein­satzkräfte für die Men­schen­ret­tung aus über­schwemmten Häusern stellt, werden die Boote in den Ein­satz gebracht. Diese Ein­heiten werden dann auch mit den DLRG-Kräften gemeinsam üben. Für sie wurden außerdem zwei geländegängige Kran­ken­trans­port­wagen auf Amarok-Fahr­ge­stellen beschafft, die es ermögli­chen, auch in unweg­samen Gelände zu Retten und bei Einsätzen die Auf­gaben des Eigen­schutzes durchzuführen.

Ein wei­teres wich­tiges Bei­spiel ist die Koope­ra­tion mit dem Tech­ni­schen Hilfs­werk in Wid­dern. Zwei Vorfälle in den ver­gan­genen Jahren haben zu der Ent­schei­dung geführt, dass der Land­kreis die Mittel für eine Not­was­ser­ver­sor­gung bereit­halten möchte, welche dann vom THW OV-Wid­dern zum Ein­satz gebracht wird. Vor einigen Jahren gab es eine Bei­nahe-Eva­ku­ie­rung des Kli­ni­kums Löwen­stein. Dieses hat eine eigene Was­ser­ver­sor­gung, doch als die Ver­sor­gungs­lei­tungen durch einen Bag­ger­biss zerstört wurden, hatte das Kli­nikum kein Trink­wasser mehr. Bei einem wei­teren Vor­fall in Erlen­bach, bei dem bei­nahe etwa acht­zig­tau­send Men­schen ohne Trink­was­ser­ver­sor­gung gewesen wären, war die Haupt­ver­sor­gungs­lei­tung der Bodensee-Was­ser­ver­sor­gung beschädigt. Nur durch einen Ad-Hoc Plan-B des Was­ser­ver­sor­gers konnte hier ein Total­aus­fall gerade noch abge­wendet werden. Um zukünftig sol­chen Her­aus­for­de­rungen begegnen zu können, wird ein System zur Not­was­ser­ver­sor­gung beschafft.

Etwa Zwei­drittel der Land­kreis­feu­er­wehren sind bereits auf Digi­tal­funk umge­stellt. Das Funk­netz betreibt der Bund, hier sei der Land­kreis nicht ver­ant­wort­lich für die Instand­hal­tung. Aktuell befinde man sich in der Beschaf­fung der digi­talen Funk­sprechgeräte für den Ein­satz­stel­len­funk. Hier wird es keine Sam­mel­be­schaf­fung des Land­kreises geben. Man hat sich auf ein Pro­dukt geei­nigt, wel­ches jede Kom­mune selbst beschaffen wird. Eine Sam­mel­be­schaf­fung würde einen hohen bürokra­ti­schen Auf­wand dar­stellen, man müsste pro­dukt­neu­tral sowie euro­pa­weit aus­schreiben. Dies hätte aller Wahr­schein­lich­keit nach zur Folge, dass es unter­schied­liche Gerätschaften von unter­schied­li­chen Her­stel­lern auf den Fahr­zeugen geben würde. So sei es bereits einigen Nach­bar­land­kreisen ergangen, diese haben dann auf ihren Fahr­zeugen fest ver­baute Moto­rola-Funkgeräte und für den Ein­satz­stel­len­funk Secura-Funkgeräte. Im Hin­blick auf die unter­schied­liche Bedie­nung dieser beiden Funkgeräte-Typen kann es bei einem Atem­schutz­ein­satz theo­re­tisch gar zu einer lebens­be­droh­li­chen Eigengefährdung kommen. Wenn jede Kom­mune ihre Funkgeräte selbst beschafft, sei man bei einer Wert­grenze, bei wel­cher man den Auf­trag direkt ver­geben könne. Damit ist dies für alle Gemeinden im Land­kreis eine sichere Lösung.

Es wurden zwei Wech­sel­la­der­fahr­zeuge mit zwei Abrollbehältern-Gefahrgut beschafft und an die Feu­er­wehren Bad Rap­penau und Weins­berg über­stellt. Aktuell läuft die Aus­bil­dung mit dem neuen Gerät. Man gehe davon aus, dass die beiden Fahr­zeuge dann Mitte März in den Ein­satz­dienst gestellt werden.

Man stehe kurz vor der Aus­schrei­bung für eine mobile Brandübungs­an­lage. Wenn es gut läuft, kommt diese viel­leicht noch in diesem Jahr. Nach erfolgter Ein­wei­sung für die Bediener, kann man im Ide­al­fall dann im kom­mendem Jahr den Übungs­be­trieb auf­nehmen.

Bei der Beschaf­fung der Fahr­zeuge für die GSE-Ein­heiten geht es dem Land­kreis ähnlich wie der Gemeinde Itt­lingen mit der Beschaf­fung ihres Gerätewa­gens. Auch hier gibt es lange Lie­fer­zeiten. Die geländegängigen Mann­schafts­trans­porter stehen kurz vor der Aus­lie­fe­rung, man gehe davon aus das diese Ende März an die Feu­er­wehren überg­eben werden. Mit den Gerätewagen rechnet man ab Sep­tember/Oktober. Wenn dann die Ein­heiten kom­plett sind, wird man eine große gemein­same Übergabe ver­an­stalten.

Kreis­brand­meister Halter bedankte sich für die Bereit­schaft zur Aus­rich­tung der Dienst­ver­samm­lungen des Kreis­feu­er­wehr­ver­bands und der Kreis­ju­gend­feu­er­wehr in Itt­lingen. Man habe diese Woche die Örtlich­keit ange­schaut und alles mit­ein­ander abge­spro­chen. Er bedankte sich für die Auf­merk­sam­keit und wünschte den Kame­ra­dinnen und Kame­raden eine stets gesunde Rückkehr von ihren Einsätzen.

Es folgten Wahlen. Diese fanden geheim statt. Bürger­meister Koh­len­berger fun­gierte als Wahl­leiter. Wahl­helfer waren Jonas Ebert und Maxi­mi­lian Keller. Der Wahl­leiter infor­mierte über die Möglich­keit der Ein­tra­gung einer wei­teren Person auf jedem Wahl­schein.

Zunächst wurde die Wahl des Jugend­warts durchgeführt. Als Kan­didat für das Amt stellte sich Tobias Hadammök zur Wahl. Es gab keine Mit­be­werber. Er erhielt von 42 anwe­senden Wahl­be­rech­tigten 42 gültige Stimmen und wurde somit ein­stimmig zum Jugend­wart gewählt. Es gab keine wei­teren Wahl­vor­schläge. Auf Nach­frage des Wahl­lei­ters nahm Tobias Hadammök die Wahl an.

Nun folgte die Wahl zum stell­ver­tre­tenden Jugend­wart. Als Kan­di­datin für das Amt stellte sich Judith Brenner zur Wahl. Es gab keine Mit­be­werber. Sie erhielt eben­falls 42 gültige Stimmen und wurde somit ein­stimmig zum stell­ver­tre­tenden Jugend­wart gewählt. Es gab keine wei­teren Wahl­vor­schläge. Auf Nach­frage des Wahl­lei­ters nahm Judith Brenner die Wahl an.

Es folgte die Wahl zum Feu­er­wehr­kom­man­danten. Der Amts­in­haber Flo­rian Hernik stellte sich erneut als Kan­didat für das Amt des Feu­er­wehr­chefs zur Wahl. Es gab keine wei­teren Kan­di­daten. Als Wahl­helfer fun­gierten die Gemeinderäte. Ergebnis: Flo­rian Hernik wurde ein­stimmig mit 42 gültigen Stimmen für eine wei­tere Amts­zeit als Feu­er­wehr­kom­man­dant gewählt. Es gab keine wei­teren Wahl­vor­schläge. Auf Nach­frage des Wahl­lei­ters nahm Flo­rian Hernik die Wahl an.

Nun stand die Wahl der beiden stell­ver­tre­tenden Kom­man­danten an. Nach Feu­er­wehr­sat­zung hat die Feu­er­wehr Itt­lingen zwei Stell­ver­treter zu wählen, des­halb gab es eine kumu­lierte Wahl. Die Amts­in­haber Jonas Ebert und Maxi­mi­lian Keller stellen sich eben­falls erneut für das Amt zur Wahl. Es gab keine Mit­be­werber. Ergebnis: Jonas Ebert wurde mit 35 gültigen Stimmen gewählt. Maxi­mi­lian Keller wurde mit 38 gültigen Stimmen wie­dergewählt. Es gab vier ungültige Stimm­zettel. Auf Nach­frage des Wahl­lei­ters nahmen sowohl Jonas Ebert als auch Maxi­mi­lian Keller die Wahl an.

Flo­rian Hernik bedankte sich nun, auch im Namen seiner beiden Stell­ver­treter, für das ihnen ent­ge­gen­ge­brachte Ver­trauen.

Es folgte der Tages­ord­nungs­punkt Über­nahme in die Alters­ab­tei­lung. Mit Gerald Starzl durfte man nun einen ver­dienten Kame­raden in die Alters­ab­tei­lung über­stellen. Gerald trat am 1. Januar 1975 in die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Itt­lingen ein. Er absol­vierte zahl­reiche Lehrgänge & Aus­bil­dungen und übte von 2005 bis 2015 das Amt des stell­ver­tre­tenden Kom­man­danten aus. 2004 wurde er für 25 Jahre aktiven Ein­satz­dienst mit dem Feu­er­wehr­eh­ren­zei­chen in Silber aus­ge­zeichnet. Zudem war er von 1999 bis 2019 Mit­glied des Feu­er­wehr­aus­schusses. Neben seinem großen Enga­ge­ment in der Wehrführung, dem Aus­schuss und in der Ein­satz­ab­tei­lung, setzte sich Gerald Starzl stets in der und für die Jugend­feu­er­wehr ein. Hierfür wurde ihm 2018 die sil­berne Ehren­nadel der Jugend­feu­er­wehr Baden-Württem­berg ver­liehen. Für 40 Jahre aktiven Ein­satz­dienst wurde er 2019 mit dem Feu­er­wehr­eh­ren­zei­chen in Gold aus­ge­zeichnet. Mit Gerald Starzl über­gibt die Feu­er­wehr einen hoch ange­se­henen Kame­raden an die Alters­ab­tei­lung. Nun schied er aus dem aktiven Dienst aus und wurde, unter ste­hendem Applaus aller Anwe­senden, per Hand­schlag in die Alters­ab­tei­lung über­nommen. Als sicht­bares Zei­chen der Wertschätzung erhielt Gerald nun noch das Weinpräsent der Feu­er­wehr Itt­lingen mit zwei spe­ziell gra­vierten Weingläsern.

Als es zum letzten Tages­ord­nungs­punkt, Anfragen & Sons­tiges, von den Anwe­senden keine Fragen oder Anmer­kungen gab, beschloss Feu­er­wehr­kom­man­dant Flo­rian Hernik die Ver­samm­lung um 22:15 Uhr.