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Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Beilstein

Beilsteinvon Mario Senghaas, Feuerwehr Beilstein

Haupt­ver­samm­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Beil­stein am 11.01.2025 zum Berichts­jahr 2024

Am ver­gan­genen Samstag, den 11.01.2025, fand die Haupt­ver­samm­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Beil­stein statt. Kom­man­dant Kevin Ban­n­asch begrüßte die Anwe­senden, dar­unter zahl­reiche Ehrengäste wie den stell­ver­tre­tenden Kreis­brand­meister Uwe Thoma, den Kreis­feu­er­wehr­ver­bands­vor­sit­zenden Frank Pitz, Bürger­meis­terin Bar­bara Schoen­feld sowie Ver­treter der Frei­wil­ligen Feu­er­wehren aus Obers­ten­feld und Ils­feld.

Stei­gende Ein­satz­zahlen erfor­dern stei­gende Mit­glie­der­zahlen

Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Beil­stein blickte auf ein inten­sives Jahr 2024 zurück, wie Kom­man­dant Ban­n­asch in seinem Bericht zur Mit­glie­der­ent­wick­lung und in einem Rückblick auf die abge­ar­bei­teten Einsätze dar­legte. Mit 71 aktiven Mit­glie­dern und einem neuen Höchst­stand von acht Frauen zeigt die Wehr eine erfreu­liche Ent­wick­lung. Der Alters­durch­schnitt bietet eine ideale Mischung aus der Erfah­rung der „alten Hasen“ und der fri­schen Ein­satz­be­reit­schaft der „jungen Wilden“. In der Kinder- und Jugend­feu­er­wehr sowie der Alters­ab­tei­lung blieben die Mit­glie­der­zahlen stabil oder stiegen eben­falls an.

Mit ins­ge­samt 66 Einsätzen setzte sich die stei­gende Ein­satz­fre­quenz der letzten Jahre fort. Die hohe Anzahl rela­ti­viert sich aller­dings etwas durch die vielen Brand­si­cher­heits­wach­dienste, die auf­grund unzu­rei­chender Brand­schutz­ein­rich­tungen in der Sport- und Stadt­halle durchgeführt werden mussten. Im Laufe des Jahres konnten einige Brand­schutz­helfer der SGSB aus­ge­bildet werden, sodass diese selbst den Brand­si­cher­heits­wach­dienst über­nehmen konnten. Ein beacht­li­cher Teil der Einsätze (ca. 75 %) fand zu Abend- und Nacht­zeiten statt. Dabei wurden die vor­ge­schrie­benen Hilfs­fristen stets ein­ge­halten – ein Zei­chen für die Verlässlich­keit der Wehr. Nach wie vor besteht ein großer Teil des Ein­satz­ge­sche­hens aus der tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung. Beson­ders her­aus­for­dernd waren jedoch größere Brände in der zweiten Jah­reshälfte, die durch schnelles Ein­greifen alle­samt glimpf­lich aus­gingen. Ins­ge­samt konnten 15 Per­sonen und drei Tiere gerettet werden.

Neben den „übli­chen“ Tätig­keiten wie Türöffnungen, Ölspuren und klei­neren Bränden blickte die Feu­er­wehr auf einige beson­dere Einsätze zurück. Dazu zählen die Ret­tung eines abgestürzten Spa­ziergängers und ein für uns außergewöhnli­cher Ein­satz auf der Auto­bahn A81, bei dem die Kame­raden aus Plei­dels­heim und wei­teren Wehren bei der Löschung eines in Brand gera­tenen Lkw unterstützt wurden. Ebenso nen­nens­wert sind ein Woh­nungs­brand in Beil­stein und die Über­land­hilfe in Ils­feld bei einem Gebäude­brand, die zum Glück für alle Betei­ligten relativ glimpf­lich ver­liefen.

Die Arbeit der Feu­er­wehr abseits der Einsätze

Die Kame­ra­dinnen und Kame­raden aus Beil­stein leis­teten im ver­gan­genen Jahr ins­ge­samt 2.203 Übungs­stunden, in denen realitätsnahe Sze­na­rien geprobt und kri­ti­sche Stellen sowie Objekte erkundet wurden. Diese regelmäßigen Übungen sind essen­ziell, um die stei­gende Kom­plexität der Einsätze rou­ti­niert bewältigen zu können. Neben dem Ein­satz­dienst inves­tierte die Wehr viele Stunden in die Pflege und Instand­hal­tung der Ausrüstung sowie in die Umge­stal­tung des Gemein­schafts­raums „Flo­ri­ansstüble“.

Ein voller Erfolg war 2024 unser beliebtes Feu­er­wehr­fest. Trotz inten­siver Vor­be­rei­tungen und eines Ein­satzes während des Fest­wo­chen­endes sowie der ein oder anderen kleinen War­te­zeit freuten sich die Feu­er­wehr­leute, ihren Besu­che­rinnen und Besu­chern ein tolles Fest geboten zu haben und erhielten dafür zahl­reiche posi­tive Rückmel­dungen. Durch die Ein­nahmen des Festes war es unter anderem möglich, einen großartigen Aus­flug an den Bodensee zu unter­nehmen, um die Dank­bar­keit für die geleis­teten Stunden aller Ein­satzkräfte und ihrer Part­ne­rinnen und Partner aus­zudrücken und die Kame­rad­schaft unter­ein­ander zu stärken.

Die FFW Beil­stein ist gut auf­ge­stellt

Bürger­meis­terin Bar­bara Schoen­feld bedankte sich in ihrer Rede für den tatkräftigen Ein­satz der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr, ins­be­son­dere bei den Brand­si­cher­heits­wach­diensten. Sie unter­strich die gute Zusam­men­ar­beit und betonte, dass sie und die gesamte Stadt­ver­wal­tung stets hinter ihrer Feu­er­wehr stehen.

Der stell­ver­tre­tende Kreis­brand­meister Uwe Thoma lobte die her­vor­ra­gende Auf­stel­lung der Wehr. So sei die Zusam­men­ar­beit und die ehren­amt­liche Ein­satz­be­reit­schaft heut­zu­tage nicht mehr so selbst­verständlich wie in Beil­stein. Er hob außerdem die rege Betei­li­gung der Alters­ab­tei­lung hervor, die viele Aktivitäten zur Stärkung der Kame­rad­schaft unter­nehme und stets bei Übungs- und Arbeits­diensten die Ein­satz­ab­tei­lung unterstütze. Die Alters­ab­tei­lung sei im sozialen Aspekt eine große Errun­gen­schaft und ein Vor­bild für viele Ver­eine, um die Gemein­schaft älterer Mit­glieder zu stärken.

Trotz des Lobes betonte er die Bedeu­tung von Aus- und Wei­ter­bil­dung. Ohne diese könne die erwar­tete Hilfe nicht ohne Wei­teres erbracht werden, wie die Bürger es erwarten dürfen. Der Land­kreis Heil­bronn inves­tiere verstärkt in die Aus- und Fort­bil­dung der Feu­er­wehr­angehörigen und beschaffe unter anderem eine mobile Brandübungs­an­lage. Wei­terhin werden neue Fahr­zeuge in den Dienst gestellt, um den Kata­stro­phen- und Brand­schutz ver­bes­sern und land­kreis­weit den angehörigen Wehren im Ernst­fall zur Verfügung stehen.

Kreis­feu­er­wehr­ver­bands­vor­sit­zender Frank Pitz zeigte sich beein­druckt von der wich­tigen und gut funk­tio­nie­renden Kinder- und Jugend­ar­beit, der inter­kom­mu­nalen Zusam­men­ar­beit und dem ersten inten­siven Jahr des Kom­man­danten Kevin Ban­n­asch. Hin­sicht­lich der Kata­stro­phen­lagen (Natur und Umwelt sowie poli­ti­sche Lagen) sieht er in der Zukunft eine wach­sende Zusam­men­ar­beit mit anderen Wehren sowie anderen Orga­ni­sa­tionen.

In den stei­genden Ein­satz­zahlen erkennt er unter anderem die Folgen einer sich immer stärker ent­wi­ckelnden „Voll­kas­ko­men­talität“ der Gesell­schaft. Bürge­rinnen und Bürger würden schneller und häufiger die Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen rufen, da diese in unserem Staat jedem und zu jeder Zeit zur Verfügung stehen. Hinter den Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen, vor allem bei den Frei­wil­ligen Feu­er­wehren, stehen aller­dings oft ehren­amt­liche Bürge­rinnen und Bürger, die dafür gerne ihre Frei­zeit geben. So ent­steht ein immer größer wer­dendes Ungleich­ge­wicht zwi­schen Geben und Nehmen. Dadurch, dass die Bürger schneller zum Hörer greifen und den Notruf wählen, werden auch wir häufiger zu soge­nannten „Kann-Auf­gaben“ alar­miert z. B. ein ent­lau­fener Hund.

Zögern Sie im Not­fall trotzdem bitte nie­mals die 112 zu wählen, wenn Sie Hilfe benötigen!!!

Freu­diger Anlass zum Abschluss

Neben den Wahlen einiger Aus­schuss­mit­glieder, Beförde­rungen und Ehrungen stand eine beson­dere Würdi­gung auf der Tages­ord­nung. Der langjährige Kamerad Jürgen Brosi, der ver­dien­termaßen in die Alters­wehr übertrat, wurde für seine erbrachten Leis­tungen – dar­unter zehn Jahre als Kom­man­dant – zum Ehren­feu­er­wehr­mann der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Beil­stein ernannt. In seiner Lauf­bahn leis­tete er bei unzähligen Einsätzen seinen Dienst und über­nahm einige Auf­gaben in der Ver­wal­tungs­ar­beit wie die Beschaf­fung neuer Fahr­zeuge. Bekannt war er außerdem für seine inten­siven und infor­ma­tiven Übungen, sodass er einen maßgeb­li­chen Anteil an der Ent­wick­lung einiger Kame­raden hat. Für diesen beson­deren Ein­satz wurde ihm das deut­sche Feu­er­wehr­eh­ren­kreuz in Bronze ver­liehen.

Die Haupt­ver­samm­lung schloss mit einem Aus­blick auf das Jahr 2025, in dem neben inten­siven Übungs­ein­heiten und Pro­jekten das beliebte Feu­er­wehr­fest vom 03.05. bis 05.05.2025 statt­finden wird. Save the date!

Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Beil­stein blickt zufrieden in die Ver­gan­gen­heit, moti­viert in die Zukunft und bleibt eine starke Stütze für die Sicher­heit der Bürge­rinnen und Bürger.