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Grundausbildung mit Sprechfunkerlehrgang in Neckarsulm

In den ver­gan­genen Wochen hat bei der Feu­er­wehr Neckar­sulm eine Grund­aus­bil­dung (Trupp­mann­aus­bil­dung Teil 1) statt­ge­funden. Erst­malig war hier auch der Sprech­fun­ker­lehr­gang inte­griert worden. An diesem Kom­bi­lehr­gang nahmen Kame­ra­dinnen und Kame­raden aus Erlen­bach, Lauffen, Unter­ei­sesheim und Neckar­sulm (Abt. Neckar­sulm und Abt. Dahen­feld) teil. Außerdem nahmen in der Aus­bil­dungs­ein­heit Ret­tung noch ein Teil­nehmer aus Weins­berg sowie an zwei Ter­minen zum Thema Tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung wei­tere zwei Teil­nehmer aus Bad Rap­penau teil.

Aus­bil­dungs­ziel

Ziel der Aus­bil­dung ist die Befähigung zur Über­nahme von grund­le­genden Tätig­keiten im Lösch- und Hil­fe­leis­tungs­ein­satz in Trupp­mann­funk­tion. Den Teil­neh­me­rinnen und Teil­neh­mern wurden in zahl­rei­chen Unter­richts­stunden fol­gende Aus­bil­dungs­ein­heiten ver­mit­telt: Rechts­grund­lagen, Brennen und Löschen, Löschein­satz, Tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung, Fahr­zeug­kunde sowie Ret­tung. Kon­kret bedeu­tete dies theo­re­ti­schen Unter­richt inklu­sive Ver­an­schau­li­chung durch Expe­ri­mente, jedoch vor allem zahl­reiche prak­ti­sche Übungen.

Prak­ti­sche Übungen

Im prak­ti­schen Teil wurden zunächst Schläuche aus- und wieder ein­ge­rollt, die Was­ser­ent­nahme aus ver­schie­denen Hydranten und offenen Gewässern gelernt sowie die Was­ser­ab­gabe mit­tels ver­schie­dener Strahl­rohre geübt. Im Anschluss wurden meh­rere Löscheinsätze unter ver­schie­denen Ein­satz­be­din­gungen möglichst realitätsnah erprobt.

Im Bereich der Tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung wurden der Umgang mit dem Mehr­zweckzug sowie das Vor­gehen beim Heben und Abstützen von Lasten (Büffel­winden & Hebe­kissen) trai­niert. An einem aus­ran­gierten Per­so­nen­kraft­wagen konnte ein Ver­kehrs­un­fall simu­liert und somit der Umgang mit hydrau­li­schem Ret­tungsgerät geübt werden.

Zudem wurde das Auf­stellen von trag­baren Lei­tern, der Umgang mit Gefahr­stoffen und das kor­rekte Anlegen von Knoten geschult.

Sprech­fun­ker­lehr­gang

Der Sprech­fun­ker­lehr­gang dient der Aus­bil­dung im sicheren und struk­tu­rierten Umgang mit Funkgeräten. Ziel des Lehr­gangs ist die Befähigung der Teil­neh­me­rinnen und Teil­nehmer, Funk­gespräche kor­rekt abzu­wi­ckeln, Ein­satz­in­for­ma­tionen präzise zu über­mit­teln und die gel­tenden Vor­schriften ein­zu­halten.

Es wurden fol­gende Aus­bil­dungs­ein­heiten ver­mit­telt: Rechts­grund­lagen des Sprech­funks, Gerätekunde (Hand- und Fahr­zeug­funkgeräte), Funk­ruf­namen und deren Bedeu­tung, Aufbau und Ablauf eines Funk­gesprächs, Funk­dis­zi­plin und Sprech­re­geln, Kar­ten­kunde und Ori­en­tie­rung.

Die theo­re­ti­schen Inhalte wurden in den zahl­rei­chen prak­ti­schen Übungen ange­wendet und ver­tieft.

Aus­bil­dungs­ein­heit Ret­tung

Die Aus­bil­dungs­ein­heit Ret­tung beinhal­tete die Erst­ver­sor­gung von Ver­letzten wie bei­spiels­weise das kor­rekte Anlegen eines Druck­ver­bands, die Helm­ab­nahme bei Motor­rad­fah­rern, das Durchführen der Herz-Lungen-Wie­der­be­le­bung sowie der Umgang mit zahl­rei­chen wei­teren Ver­let­zungs­mus­tern.

Zur Vor­be­rei­tung auf mögliche Trans­porte von Pati­enten im Ein­satz­fall wurde die Vor­ge­hens­weise mit ver­schie­denen Lage­rungs­ma­te­ria­lien (Spi­ne­board, Schleif­korb­trage, Tra­ge­tuch sowie Kran­ken­trage) geschult.

Leis­tungs­nach­weis

Die erwor­benen Kennt­nisse wurden dreimal wöchent­lich für den Ernst­fall geprobt. Bereits nach zwei Wochen wurde das Wissen zum Sprech­funk abgeprüft. Nach fünf Wochen Vor­be­rei­tungs­zeit fand die abschließende Prüfung statt.

Alle Teil­neh­me­rinnen und Teil­nehmer absol­vierten den schrift­li­chen Theo­rie­test sowie die prak­ti­sche Abschlussübung erfolg­reich und sind somit für Einsätze gerüstet.

Herz­li­chen Glückwunsch zum bestan­denen Lehr­gang!
Vielen Dank an alle Aus­bilder, Maschi­nisten und Helfer!