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Große Feuerwehr-Übung in Mundelsheim

Ilsfeldvon Steffen Heber, Feuerwehr Ilsfeld

Am Frei­tag­abend fand in Mun­dels­heim eine groß ange­legte Übung von Feu­er­wehr, Ret­tungs­dienst und Polizei statt. Der stell­ver­tre­tende Kom­man­dant der Feu­er­wehr Mun­dels­heim, Alex­ander Link, hatte die Übung orga­ni­siert und dazu die Feu­er­wehren aus Großbot­twar, Obers­ten­feld, Mar­bach, Ils­feld sowie den Gefahr­gutzug aus Asperg ein­ge­laden.

Übungsort war ein Feldweg par­allel zur L1115. Dort wurde ein Auto­bahn­ein­satz mit drei ver­schie­denen Ein­satz­ab­schnitten simu­liert. Mehr als 100 Ein­satzkräfte waren vor Ort. Feu­er­wehren, welche für Auto­bahn­ab­schnitte zuständig sind, müssen sich auf die unter­schied­lichsten Gefahren ein­stellen, die mit der Lage an diesen Ver­kehrs­achsen ver­bunden sind. Des­halb waren die drei Ein­satz­sze­na­rien auch so unter­schied­lich gewählt: ein PKW liegt nach einer Kol­li­sion auf der Seite und fängt Feuer, ein wei­teres Auto wird unter einem LKW ein­ge­keilt und beim dritten Ein­satz treten gefährliche Che­mi­ka­lien aus und reagieren mit­ein­ander.

Beim ersten Sze­nario lag ein PKW auf der Seite und brannte beim Ein­treffen der Ein­satzkräfte. Eine ein­ge­klemmte Person musste durch das Abklappen des Fahr­zeug­da­ches gerettet und dem Ret­tungs­dienst überg­eben werden. An dieser Ein­satz­stelle arbei­teten die Feu­er­wehr Mun­dels­heim (HLF20) und die Feu­er­wehr Ils­feld (LF20) eng zusammen. Der Ret­tungs­dienst über­nahm die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung des Ver­letzten. Für den Ret­tungs­dienst waren meh­rere DRK-Orts­ver­eine an der Übung betei­ligt.

Das HLF20 aus Mun­dels­heim traf als erstes ein, führte die Brandbekämpfung unter Atem­schutz durch und sicherte das Fahr­zeug mit einem Stab-Fast-System gegen Umkippen. Etwa acht Minuten später traf die Feu­er­wehr Ils­feld ein. Sie schuf eine Erstöffnung und ent­fernte die Wind­schutz­scheibe. Anschließend wurde das Dach mit­hilfe von Ret­tungs­schere und Säbelsäge abge­klappt. Gemeinsam mit dem Ret­tungs­dienst konnte die ein­ge­klemmte Person schließlich befreit und weiter ver­sorgt werden.

An der zweiten Ein­satz­stelle war ein PKW unter einen LKW-Anhänger geraten. Der Rüstwagen der Feu­er­wehr Mar­bach zog das Fahr­zeug hervor, während die Feu­er­wehr Großbot­twar die ein­ge­klemmte Person befreite. Einer der betei­ligten Übungs­dar­steller hatte bei diesem Ein­satz die Auf­gabe von der Ein­satz­stelle zu flüchten. Die Ein­satzkräfte hatten somit alle Hände voll zu tun.

Das dritte Übungs­sze­nario stellte einen Gefahr­gut­un­fall dar. Hier waren das HLF10 der Feu­er­wehr Mun­dels­heim und die Feu­er­wehr Großbot­twar im Ein­satz. Unterstützung erhielten sie vom Gefahr­gutzug aus Asperg. Simu­liert war hier ein Zusam­menstoß eines PKW mit einem Gefahrgut-LKW. Auf diesem waren Salzsäure und Styrol geladen. beides zusammen bildet gesund­heitsschädliche Dämpfe. Die erst­ein­tref­fenden Ein­satzkräfte mussten hier nach der GAMS-Regel vor­gehen: Gefahr erkennen, absperren, Men­schen retten und Spe­zi­alkräfte anfor­dern. Diese kamen dann auch mit dem Gefahr­gutzug aus Asperg.

Ein herz­li­cher Dank gilt der Feu­er­wehr Mun­dels­heim für die her­vor­ra­gende Vor­be­rei­tung sowie für die Ein­la­dung an die Feu­er­wehr Ils­feld. Die Übung hat ein­drucks­voll gezeigt, wie gut die Zusam­men­ar­beit zwi­schen den Blau­licht­or­ga­ni­sa­tionen funk­tio­niert.