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Feuerwehrbedarfsplan wird fortgeschrieben

Heilbronnvon Feuerwehr Heilbronn

Suche nach neuem Standort für die Haupt­wache der Berufs­feu­er­wehr

Der Heil­bronner Gemein­derat hat in seiner Sit­zung am 26. Februar die Grund­lagen zur Fort­schrei­bung des Feu­er­wehr­be­darfs­planes und zur Wei­ter­ent­wick­lung der Stand­ort­kon­zep­tion der Feu­er­wehr geneh­migt. In der Fort­schrei­bung ist die Leis­tungsfähig­keit der Feu­er­wehr und das zeit­liche Errei­chen von Ein­satz­orten in der Stadt ermit­telt worden. Bei einer zusätzli­chen Risi­ko­ana­lyse des Stadt­ge­bietes zeigte sich eine erhöhte Risi­ko­kon­zen­tra­tion in der Innen­stadt.

Durch die dichte Bebauung mit Mehr­fa­mi­lienhäusern ist die Feu­er­wehr bei einem Brand erhöht gefor­dert, um ein Überg­reifen von Flammen zu ver­hin­dern. Zudem wurde ein erhöhtes Gefah­ren­po­ten­tial durch kom­plexe Son­der­bauten gegenüber der letzten Bedarfs­pla­nung aus dem Jahr 2018 ersicht­lich. Zum Bei­spiel bei unter­ir­di­schen Ver­kehrs­an­lagen wie Tief­ga­ragen und dem verstärkten Ein­satz des modernen Bau­stoffes Holz benötigt die Feu­er­wehr im Ein­satz­fall mehr Per­sonal und Mate­rial.

Im Rahmen der Wei­ter­ent­wick­lung des Stand­ort­kon­zeptes für Berufs- und Frei­wil­lige Feu­er­wehr wurden durch den Gut­achter auch vier mögliche Alter­na­tiv­stand­orte für die Haupt­wache der Berufs­feu­er­wehr unter­sucht. Grund dafür ist, dass am aktu­ellen Standort der Berufs­feu­er­wehr, wo auch die Inte­grierte Leit­stelle und die Abtei­lung Innen­stadt der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr unter­ge­bracht sind, umfang­reiche bau­liche, funk­tio­nale und kapa­zi­tive Defi­zite bestehen. Mit einem neuen, zen­tralen Standort der Berufs­feu­er­wehr soll daher nicht nur der erfor­der­liche Platz für Fahr­zeuge, Werkstätten, Büros sowie eine Regio­nal­leit­stelle geschaffen, son­dern auch künftig alle Stadt­teile und die Indus­trie­ge­biete im Scha­dens­fall schneller erreicht werden.

Vier mögliche Alter­na­tiv­stand­orte für die Haupt­wache der Berufs­feu­er­wehr mit Inte­grierter Leit­stelle sind vom Gut­achter unter­sucht worden:

• Saarbrückener Straße (B 39) Rich­tung Fran­ken­bach
• Areal um das Freibad Gesund­brunnen zwi­schen Neckar­talstraße und Römer­straße
• The­re­si­en­straße (am Fran­ken­sta­dion)
• The­re­si­en­wiese

Noch ist keine Ent­schei­dung für einen neuen Standort gefallen. Dem Gemein­derat sollen in einer Klau­sur­ta­gung nötige Infor­ma­tionen erläutert werden, ehe noch in diesem Jahr ein Standort fest­ge­legt werden soll.

Ins­ge­samt ergab die Fort­schrei­bung des Bedarfs­planes, dass die Feu­er­wehr Heil­bronn gut auf­ge­stellt ist mit wenigen Hand­lungs­be­darfen.

Beim Blick auf die Per­so­nal­struktur mit einer Summe von 102 Voll­zeit­stellen im feu­er­wehr­tech­ni­schen Dienst ergab sich ein Mehr­be­darf bei der Berufs­feu­er­wehr von rund zwölf Stellen zur Stärkung der Führungsfähig­keit und zur Stärkung von Son­der­funk­tionen.

Der Bereich Fahr­zeuge und Technik ist gut auf­ge­stellt. Die Berufs- und Frei­wil­lige Feu­er­wehr haben ins­ge­samt 116 zuge­ord­nete Fahr­zeuge, Abrollbehälter und Arbeitsgeräte. Die Gut­achter emp­fehlen, die bis­he­rigen Ver­fah­rens­weisen bei­zu­be­halten.