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Feuerwehr Kirchardt auf der Suche nach Verstärkung

Kirchardtvon Nicole Theuer, HSt

Die Kirchardter Feu­er­wehr hat Nach­wuchs­sorgen – es fehlt an Verstärkung bei den Erwach­senen. Dagegen berich­tete Kom­man­dant Markus Bucher: „Bei der Kin­der­feu­er­wehr haben wir eine War­te­liste, bei den Jugend­li­chen sind wir auch gut auf­ge­stellt.“

Nun ver­an­stal­tete die Ret­tungs­or­ga­ni­sa­tion erst­mals seit Jahren wieder einen Tag der offenen Tür. „Da wir aktuell die mobile Brandübungs­an­lage der EnBW dahaben, bietet sich das an. Wir haben in den ver­gan­genen zwei Wochen unsere Ein­satzkräfte da drinnen aus­ge­bildet“, erzählte Bucher. Die Besu­cher konnten sich beim Rund­gang durch die Anlage ein Bild machen, wie die Realität der Feu­er­wehr in einem Brand­ob­jekt aus­sieht. Die Wände sind rußschwarz, ein unan­ge­nehmer Geruch liegt in der Luft. Für die­je­nigen, die das nicht mochten, war in der Fahr­zeug­halle ein Bild­schirm aufgehängt, auf den das Geschehen im Con­tainer übert­ragen wurde. Die Feu­er­wehr hatte an diesem Nach­mittag noch mehr zu bieten. „Die Kinder haben in einer kleinen Übung gezeigt, was sie schon gelernt haben“, berich­tete Bucher. In der Fahr­zeug­halle lagen auch Schere und Spreitzer bereit. „Wer möchte, kann die Geräte mal anfassen und wird dabei merken, die haben ein ganz ordent­li­ches Gewicht.“ Zur Freude der jüngsten Besu­cher waren die Türen des Feu­er­wehr­fahr­zeugs geöffnet, so dass sie mal selbst auf dem Fah­rer­sitz oder in der Kabine Platz nehmen konnten.

Und dann, gerade als es so richtig heiß auf dem Vor­platz des Feu­er­wehr­hauses wurde, betrat ein Wehr­mann in Ein­satz­klei­dung die Sze­nerie. Ziel­strebig steu­erte er die Schale mitten auf dem Platz an. 1,5 Liter Öl erhitzte der Retter in den nächsten Minuten – und kippte dann 250 Mil­li­liter Wasser drauf! Es zischte, es knallte und eine schwarze Rauch­wolke stieg auf. „Stellen Sie sich vor, das hätten Sie in ihrer Küche unter der Dunst­ab­zugs­haube gemacht“, meinte Bucher. „Sie können sich vor­stellen, dass von der Dunst­ab­zugs­haube nicht mehr viel übrig­ge­blieben wäre, von Ihnen aber mögli­cher­weise auch nicht.“ Die Zuschauer waren beein­druckt. Neben prak­ti­schen Ein­bli­cken in die Arbeit der Feu­er­wehr gab es für Inter­es­sierte auch jede Menge Infor­ma­tionen. So erkun­digte sich ein junger Fami­li­en­vater, ob er denn als Atem­schutzgeräteträger seinen Bart behalten könne. Nein, lau­tete die Ant­wort: „Du könntest nur ver­su­chen, nur den vor­deren Teil ste­hen­zu­lassen und den unter der Maske hoch­zu­klappen.“ Eine Idee, von der seine Frau nicht begeis­tert war: „Da muss er sich zwi­schen Ehe und Feu­er­wehr ent­scheiden.“ Um dem Inter­es­senten einen Ein­tritt mögli­cher­weise doch schmack­haft zu machen, erfuhr er, dass es bei der Feu­er­wehr auch andere Auf­gaben gibt. An diesem Nach­mittag präsen­tieren sich nicht nur die Ein­satzkräfte. Im Ober­ge­schoss lud die Feu­er­wehr­ka­pelle zur Instru­men­ten­probe ein.