"Extrem auffällig": Ständige Brände am Schemelsberg eine Belastung für Feuerwehr
Am Schemelsberg hat es innerhalb von zwei Wochen neunmal gebrannt. Die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus. Erlenbachs Feuerwehrkommandant spricht über die aktuelle Belastung.
Am Schemelsberg zwischen Erlenbach und Weinsberg brennt es derzeit auffällig häufig. Neunmal musste die Feuerwehr zwischen dem 29. Juli und dem 12. August in dem Bereich ausrücken. Die Polizei schließt eine vorsätzliche Brandstiftung derzeit nicht aus und sucht nach Zeugen. Für Florian Diefenbach, Kommandant der Feuerwehr Erlenbach, ist die Häufung ebenfalls nicht normal.
„Das ist absolut ungewöhnlich“, sagt er. Normalerweise gebe es bei entsprechender Witterung vielleicht einmal einen Flächenbrand, „vielleicht mal zwei“. Dass die Feuerwehr innerhalb von zwei Wochen neunmal zum Schemelsberg ausrücken musste, sei dagegen „extrem auffällig“. Durch die Brände liege die Zahl der Feuerwehreinsätze schon jetzt über dem Jahreswert 2025.
Feuer am Schemelsberg: Polizei ermittelt wegen möglicher Brandstiftung
Ob die Brände miteinander zusammenhängen und wodurch sie entstanden sind, kann Diefenbach nicht sagen. Das sei Aufgabe der Polizei. „Wir sind fürs Löschen zuständig“, sagt er. Die Polizei hat sich auf Nachfrage der Stimme „aus ermittlungstaktischen Grunden“ nicht weiter geäußert.
Eine vorsätzliche Brandstiftung sei für den Feuerwehrkommandanten derzeit aber nur eine mögliche Erklärung. Denn gerade bei der aktuell trockenen Witterung könne ein Feuer auch durch Unachtsamkeit entstehen. Eine achtlos weggeworfene Zigarette könnte bereits ausreichen. Daneben gebe es allerdings auch Brände, die auf natürliche Weise entstehen können, etwa wenn sich feuchtes Heu oder Stroh durch Wärmeentwicklung selbst entzündet.
Häufige Hitze-Einsätze am Schemelsberg als Belastung für Feuerwehr
Für die Feuerwehr sind die zahlreichen Einsätze nicht nur wegen der Häufigkeit eine Belastung. „Die ziehen sich ja immer etwas“, sagt Diefenbach. Nach dem eigentlichen Löschen müssten die Einsatzkräfte zudem ihre Ausrüstung wieder herrichten und reinigen.
Bei größeren Flächenbränden wird die Feuerwehr Erlenbach auch von örtlichen Landwirten mit Traktoren und Wasserfässern unterstützt. Teilweise seien diese selbst Feuerwehrleute. „Da sind wir wirklich dankbar, dass es so gut funktioniert“, sagt Diefenbach.
