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Ein Gelenk macht den Unterschied

Strah­lender Tag der offenen Tür bei der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bra­cken­heim Abtei­lung Mitte – Schlüsselübergabe für die neue Dreh­leiter

Der Innen­raum des auf die Seite gekippten Unfall­autos ist nach der Befreiung des ein­ge­klemmten Fah­rers durch die Feu­er­wehr nicht mehr fahr­taug­lich. Auf der Straße liegt neben Glas­split­tern auch das Lenkrad, das man ent­fernen musste. Die Sanitäter des DRK Bra­cken­heim ver­sorgen den Fahrer lehr­buchmäßig und schieben ihn dann auf der Fahr­trage zum Kran­ken­wagen. Die vielen Schau­lus­tigen, die beid­seitig die Straße säumen, sind diesmal ausdrücklich erwünscht. Die „Ret­tungs-Show“ ist Teil des Pro­gramms beim Tag der offenen Tür der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bra­cken­heim Abtei­lung Mitte am ver­gan­genen Sonntag. Während der Schau kom­men­tiert Kom­man­dant Peter Hügle die Vorgänge vom Ret­tungs­korb des neuen Feu­er­wehr­autos aus, das am Vor­mittag nach langer War­te­zeit fei­er­lich überg­eben wurde.

Bei bestem Wetter und in Anwe­sen­heit vieler Gäste, dar­unter Bürger­meister Thomas Csaszar, Gemeinderäte und der stell­ver­tre­tende Kreis­brand­meister Heiner Schiefer, stellt Peter Hügle in seinem Grußwort die Beson­der­heit der Neu­an­schaf­fung vor: eine höhere Fle­xi­bilität durch den Gelenkarm der Dreh­leiter, die sich nicht nur in die Höhe, son­dern auch hori­zontal aus­fahren lässt, und eine Hin­ter­achs­zu­satz­len­kung. Damit das Fahr­zeug bedient werden kann, wurde die Mann­schaft intensiv vor­be­reitet. „Um einen sicheren und effek­tiven Ein­satz der Technik zu gewährleisten, erhielt jeder Dreh­lei­ter­ma­schi­nist min­des­tens 18 Stunden Ein­wei­sung in Theorie und Praxis.“

Bis das Fahr­zeug jedoch ein­satz­be­reit ist, gehen viele Monate dahin. Ein tech­ni­scher Fehler ab dem Werk muss zunächst gefunden und behoben werden. „Ein langer Pro­zess“, den Bürger­meister Thomas Csaszar mit der Schlüsselübergabe zu einem glückli­chen Ende führt. Bereits im November 2021, sagt der Bürger­meister in seinem Grußwort, habe der Gemein­derat die Wei­chen für das neue Fahr­zeug gestellt, das das alte von 2007 ersetzt. Bei der großen Anzahl mehr­ge­schos­siger Häuser im Stadt­ge­biet sei die neue Dreh­leiter unab­dingbar, vor allem die Häuser in der Alt­stadt seien nur über sie erschließbar. Genutzt werde das Fahr­zeug land­kreisüberg­rei­fend bis nach Bönnig­heim und auch im eigenen Lan­k­reis sei es überörtlich im Ein­satz. Nach einer euro­pa­weiten Aus­schrei­bung wird es dann bei der Rosen­bauer Karls­ruhe GmbH bestellt. Die Feh­ler­suche habe die Benut­zung jedoch über ein Jahr verzögert. Zufrieden ist Bürger­meister Thomas Csaszar, dass der ver­an­schlagte Preis von einer Mil­lion Euro sogar leicht unter­schritten wurde. Die Fort­schrei­bung des Feu­er­wehr­be­darfs­plans sorge dafür, dass auch alles wei­tere Not­wen­dige auf dem neu­esten Stand bleibe.

Schließlich spricht auch Heiner Schiefer den Bra­cken­heimer Feu­er­wehr­ka­me­raden, der „Stütze des Feu­er­wehr­we­sens seit Jahr­zehnten im Land­kreis Heil­bronn“, die rund um die Uhr ein­satz­be­reit sei, seinen Dank aus. Während das Jugend­rot­kreuz und die Nach­wuchs-Flo­ri­ansjünger ein buntes Kin­der­pro­gramm anbieten, geraten die Feu­er­wehr­leute bei ihrem Son­der­ein­satz am Sonntag heftig ins Schwitzen: beim Hun­gerlöschen über Frit­teusen und Kochtöpfen!