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Ausbildung Absturzsicherung und ERHT

Bad Friedrichshallvon Media Team, Feuerwehr Bad Friedrichshall

Lehr­gang Absturz­si­che­rung und ein­fache Ret­tung aus Höhen und Tiefen bei der Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall

Vom 23. bis 27. Februar 2026 fand bei der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall ein Lehr­gang für Absturz­si­che­rung und ein­fache Ret­tung aus Höhen und Tiefen statt. Durchgeführt wurde der Lehr­gang von 3 eigenen Aus­bil­dern unserer Fach­gruppe jeweils ganztägig in der Zeit von Montag bis Freitag jeweils immer von 8-17h.

Begonnen hatte die Aus­bil­dung am ersten Tag vor­mit­tags mit theo­re­ti­schen Grund­lagen wie z.B. den Unter­schieden zwi­schen Halten/Rückhalten, Absturz­si­che­rung, ein­fa­cher Ret­tung aus Höhen und Tiefen (ERHT) und spe­zi­eller Ret­tung aus Höhen und Tiefen (SRHT). Ebenso wurden Ein­satz­grundsätze, Emp­feh­lungen und Vor­gaben der Lan­des­feu­er­wehr­schule sowie der DGUV bei Einsätzen in Höhen und Tiefen betrachtet. Im wei­teren Ver­lauf wurden Möglich­keiten der Gefährdungs­be­ur­tei­lung, Ret­tungs- und Backup-Kon­zepte sowie Erstmaßnahmen bei Hänge­trauma und ortho­sta­ti­schem Schock bespro­chen. Der Rest des Tages stand im Zei­chen von Gerätekunde, Hänge­proben, Aufbau von Siche­rungsständen, Knotenübungen, Vor­stel­lung von Siche­rungs­au­tomaten und bereits einem ersten ein­fa­chen ver­ti­kalen Auf­stieg mit Zwi­schen­si­che­rungen an einer Steig­an­lage der gegenüber der Feu­er­wache befind­li­chen Silo­an­lage der Agroa Raiff­eisen/BAG Franken.

Am 2. Tag wurden dann bereits die Grund­lagen der Ret­tung mit Drei­baum oder Tripod, Schleif­kor­trage oder wahl­weise Roll-Up-Trage, sowie Möglich­keiten der Toprope-Siche­rung über die Dreh­leiter geübt. Am Nach­mittag führte uns unser Weg zur Firma Südzu­cker nach Offenau. Dort wurden ein hori­zon­taler Vor­stieg an einer Gebäudestruktur sowie das Ablassen eines Ret­ters in eine Grube und Ret­tung eines Arbei­ters mit einem Ret­tungs­dreieck geübt.

Der 3. Tag fand dann vollständig bei der Firma Südzu­cker in Offenau statt.

Eine Ret­tung einer erkrankten Person mit Schleif­korb­trage über Trep­penhäuser mit den Methoden der Absturz­si­che­rung, Ret­tung eines in eine tiefe und ver­schach­telte Grube gestürzten Arbei­ters mit Tripod, Fla­schenzug, Red­un­danz und Rollup-Trage, das Aus­heben und die Ret­tung eines in seinen eigenen Auf­fang­schutz gestürzten Arbei­ters aus großer Höhe sowie ein hori­zon­taler Vor­stieg auf einem Por­tal­kran waren die bestim­menden Themen dieses Tages.

Der 4. Tag stand dann ganz im Zei­chen von hori­zon­talem und ver­ti­kalem Vor­stieg an den Grenz­be­rei­chen der ERHT. Hierzu hatte uns die Firma Eli­scher Bau GmbH Ihren 30m-Kran zur Verfügung gestellt. Geübt wurden der ver­ti­kale Auf­stieg an den Außenseiten des Turm­dreh­krans, der hori­zon­tale Vor­stieg auf den Kran­aus­leger sowie die Ret­tung und Rückführung von hilf­losen und ver­letzen Per­sonen aus expo­nierten Lagen am Kran bzw. Git­ter­mast. Um den ver­ti­kalen Vor­stieg DGUV-kon­form abzu­si­chern, kamen hierbei auf einem zusätzli­chen Sta­tik­seil mit­lau­fende Siche­rungsgeräte Petzl ASAP zum Ein­satz.

Am letzten Tag des Lehr­gangs wurden dann noch­mals alle Register gezogen. Erneut durften wir das Werksgelände der Firma Südzu­cker benutzen. Die Ret­tung einer Katze von einem Git­ter­mast, die Ret­tung eines ver­unglückten Ret­ters an seinem eigenen Siche­rungs­seil mit Steig­klemme und Fla­schenzug waren die ersten Themen des Tages.
Dann fanden 2 Abschluss-Übungen mit der gesamten Gruppe statt:

Die erste Auf­gabe war der Vor­stieg und die Ret­tung eines auf eine Rohr­an­lage gestürzten und in expo­nierter Lage lie­genden absturzgefährdeten Arbei­ters mit Schleif­korb­trage, Fla­schenzug und Red­un­danz nach unten bei gleich­zei­tiger Siche­rung von 2 Vor­stei­gern bzw. Ret­tern. Hier war abso­lutes Team­work gefragt.

Die zweite Abschlussübung bestand in der Auf­gabe einen ver­unglückten Arbeiter von einer Steig­an­lage mit Schleif­korb­trage nach unten zu retten, wobei jedoch ein ein­fa­ches Ablassen nach unten auf­grund eines Hin­der­nisses nicht möglich war. Um eine Ret­tung über das Hin­dernis hinweg durchführen zu können wurde die Methode mit einem gespannten dop­pelten Schrägseil und Fla­schenzug als tra­gendes System ange­wandt.

Alles in allem war es eine anstren­gende, aber ins­be­son­dere sehr lehr­reiche Woche, in der sicher einige Teil­nehmer auch ihre ganz persönli­chen Grenzen ver­schoben haben.

Somit begrüßen wir nun als neue Mit­glieder in unserer Fach­gruppe die Kame­raden Lukas Den­ninger, Robin Gerold, Fran­cesco Gianni, Simon Koch, Lucas Kopp, Felix Kübler, Sebas­tian Peters, Nils Rosolski, Lucas Smith und Lukas Zim­mer­mann.

Bedanken möchten wir uns bei den Aus­bil­dern Jürgen Vogt, Jan Bublik und Flo­rian Haag für die Vor­be­rei­tung und Durchführen dieses Lehr­gangs, ebenso bei Klaus Man­gold und Ger­hard Klaiber für die Unterstützung mit der DLK, bei unserem Kom­man­danten Marcel Vogt für die Bereit­stel­lung von ent­spre­chenden Bud­gets, bei den Gerätewarten und BUFDIs für die all­ge­meine Unterstützung sowie bei den Firmen Agroa Raiff­eisen, Eli­scher Bau GmbH und Südzu­cker AG Werk Offenau für die Möglich­keit auf Ihren Fir­mengeländen unsere Übungen durchführen zu dürfen.