Kreisfeuerwehrverband Heilbronn

Suche nach Einsparmöglichkeiten

30. November 2011 - Ellhofen
von Karin Freudenberger, HSt

Ausgiebig hat der Ellhofener Gemeinderat über den Neubau des geplanten Feuerwehrhauses diskutiert. Stefan Mattes und Monika Eppmann vom Architekturbüro Mattes und Eppmann stellten erste Details der Planung vor. Das Gremium will Kosten einsparen.

Monika Eppmann begann mit der Raumaufteilung, die für das Untergeschoss vier Stellplätze, Umkleideräume und Sanitäranlagen für Männer und Frauen, eine Werkstatt, die Einsatzzentrale, die Kinderfeuerwehr und einen Raum für historische Geräte vorsieht. Im Obergeschoss sind ein Schulungsraum, Jugendraum, Kleiderkammer, Leitungsraum und Toiletten geplant. Dazu kommen jeweils noch eine Küche und verschiedene Lager. Für das obere Geschoss schlug sie eine Höhe von drei Metern, für unten 2,80 Meter mit Ausnahme der Fahrzeughalle vor.

Alternative Nachdem Bürgermeister Wolfgang Rapp abweichend vom ersten Entwurf für den Architektenwettbewerb andere Dachlösungen als ein Flachdach gewünscht hatte, präsentierte Eppmann Alternativen mit Sattel- und Pultdach.

Architekt Stefan Mattes nannte als erste Kostenschätzung 2,08 Millionen Euro. Nicht enthalten in diesem Preis sind die Möblierung sowie Außenanlagen und Erschließung. Zu letzterem lieferte Karl-Heinz Lang vom Ingenieurbüro Rauschmaier Vorschläge. Dabei ging es unter anderem um Parkplätze hinter dem Feuerwehrhaus, die durch eine neue Stichstraße zu erschließen sind. Weitere Parkplätze sollen entstehen zwischen Kirche und Feuerwehrhaus. Die Bushaltestelle soll in der Schleife bleiben, jedoch müsse hier die Fahrtrichtung geändert werden, um im Alarmfall nicht mit Parkplatz suchenden Autos bei der Gemeindehalle zu konkurrieren.

Weiterhin schlug Lang vor, den jetzigen Containerstandort, der künftig überbaut wird, auf die Nordseite der Gemeindehalle zu verlagern. Auch hier müsste eine neue Straße gebaut werden, die von Parkplätzen flankiert werden könnte. Für das umfangreiche Paket kam Lang auf Kosten von 430 000 Euro.

Darlehen Die Gesamtkosten liegen deutlich über den von der Gemeinde veranschlagten 1,5 Millionen Euro. "Im ersten Moment bin ich darüber erschrocken", bekannte Rapp. Sein Rat: nach Einsparpotenzial suchen. Dem schlossen sich die Räte an, diskutierten darüber, ob ein Kinder- und ein Jugendraum nötig wären. Reiner Koch forderte eine 25-prozentige Kostensenkung. Rapp hielt einen Prozentsatz zwischen zehn und 15 für ausreichend. Immerhin sei das Bauprojekt Kinderhaus finanziert, eine Darlehensaufnahme deshalb möglich. Um die Kosten nicht weiter in die Höhe zu treiben, votierten die Räte für das Flachdach. Bedenken meldeten gleich mehrere Räte gegen die Bushaltestelle direkt an der Einfahrt ins Feuerwehrmagazin an. Dazu kommt, dass die Zufahrt für den Bus aus der neuen Richtung wegen der Kurvensituation problematischer wird.

Bild: Im alten Magazin im Rathaus ist es zu eng. Der Neubau des Feuerwehrgebäudes auf der benachbarten Festwiese ist beschlossene Sache. (Foto: Freudenberger)

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